Bis zum 31. Mai 2023 sind auf den Kanarischen Inseln lediglich 3.184 Migranten irregulär eingereist. Dies entspricht einem Rückgang von 71 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als 10.983 Migranten in demselben Zeitraum ankamen. Der Rückgang spiegelt sich auch in der Gesamtzahl der Einreisen nach Spanien wider, die laut dem Ministerium für Inneres um 35,2 Prozent gesunken ist. Während im gesamten Land 10.224 Migranten registriert wurden, stiegen die Ankünfte über Land in Ceuta und Melilla um bemerkenswerte 210 Prozent auf 2.366 Personen.
Der Rückgang auf den Kanaren ist in erster Linie auf die insgesamt 41 Boote zurückzuführen, die in diesem Jahr auf den Inseln landeten. Dies sind 136 weniger als im Vorjahr. Die Zahlen zeigen, dass die maritime Migration nach Spanien in diesem Jahr stark zurückgegangen ist. Bis Ende Mai 2023 haben insgesamt 7.858 Migranten per Boot Spanien erreicht, was einem Rückgang von 47,6 Prozent im Vergleich zu 2022 entspricht, als 15.007 Ankünfte verzeichnet wurden.
Die Zahlen aus dem aktuellen Bericht über irreguläre Migration verdeutlichen zudem, dass in diesem Jahr 297 Boote die Küsten Spaniens erreichten, was 129 weniger als im Vorjahr sind. Auf der anderen Seite ist die Zahl der Migranten, die auf dem Seeweg auf das spanische Festland und die Balearen gelangten, gestiegen. Insgesamt 4.665 Migranten erreichten die Halbinsel (2.499) und die Balearen (2.166), was einen Anstieg von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
Die spezifischen Zahlen für Ceuta und Melilla zeigen, dass 2.281 Migranten in Ceuta ankamen, was 1.577 mehr als im Vorjahr ist. In Melilla wurden 85 Personen registriert, ein Anstieg im Vergleich zu 58 im Vorjahr. Diese Entwicklungen werfen ein Licht auf die Herausforderungen und Veränderungen, mit denen die Region konfrontiert ist.
Die drastische Reduzierung der Ankünfte auf den Kanaren könnte verschiedene Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung und die Wirtschaft haben. Für Urlauber und Auswanderer gilt es, die Situation zu beobachten, da die Migration oft auch mit politischen und sozialen Veränderungen verbunden ist. Die Behörden auf den Kanaren und in ganz Spanien arbeiten weiterhin daran, die Situation zu überwachen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Die aktuelle Lage zeigt, dass sich die Bedingungen für Migranten sowohl auf dem Seeweg als auch auf dem Landweg erheblich ändern können, was auch die Sicherheitslage und die humanitären Aspekte betrifft.
Quelle: eldiario.es
Zum Original