Die kanarische Regierung hat einen wichtigen Schritt unternommen, um die Notfallkoordination auf den Inseln zu verbessern. Die Abteilung für Territorialpolitik, Kohäsion und Wasser hat mit der Freiwilligenorganisation Emerlan aus Lanzarote eine Vereinbarung unterzeichnet, die die Integration von Emerlan in das regionale Notfallmanagementsystem festlegt. Das Ziel ist es, die Reaktionsfähigkeit bei Katastrophen und anderen Notfällen im Archipel zu erhöhen.
Emerlan, die Asociación de Voluntarios en Emergencias y Rescate de Lanzarote, verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Prävention, Rettung und Versorgung bei Notfällen, insbesondere auf Lanzarote und La Graciosa. Die Organisation ist spezialisiert auf maritime Einsätze, Unfallhilfe, präventive Überwachung sowie die Zusammenarbeit mit öffentlichen Diensten bei verschiedensten Gefahrenlagen und Katastrophen. Mit der neuen Vereinbarung wird Emerlan künftig offiziell über das Centro Coordinador de Emergencias y Seguridad (CECOES) 1-1-2 aktiviert, sobald es die Situation erfordert.
Das Abkommen sieht vor, dass Emerlan in das operative Koordinationssystem der kanarischen Regierung eingebunden wird. Damit kann die Organisation nicht nur bei regulären Notfällen, sondern auch bei größeren Ereignissen im Rahmen des kanarischen Katastrophenschutzplans (PLATECA) und weiteren speziellen Notfallplänen eingebunden werden. Zudem erhält Emerlan Zugang zum kanarischen Sicherheitsnetzwerk RESCAN, was die Kommunikation und Koordination mit anderen Einsatzkräften verbessert.
Neben der offiziellen Einbindung verpflichtet sich Emerlan, kontinuierliche Fortbildungen seiner Mitglieder durchzuführen und aktiv an Übungen und Koordinationssimulationen teilzunehmen. So wird sichergestellt, dass die Freiwilligen stets auf dem neuesten Stand sind und effektiv in die Abläufe der öffentlichen Notfallstrukturen eingebunden werden können. Die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Stellen und spezialisierten Freiwilligenverbänden wie Emerlan wird somit nachhaltiger und strukturierter.
Manuel Miranda, der kanarische Territorialpolitische Minister, hob bei der Unterzeichnung hervor, dass der Vertrag die langjährige Erfahrung und das Engagement von Emerlan anerkennt und die Sicherheit auf den Kanaren durch engere institutionelle Zusammenarbeit stärkt. Vertreter des Cabildos von Lanzarote sowie der Gemeinde Teguise waren ebenfalls anwesend und unterstrichen die Bedeutung der Vereinbarung für die Region.
Amador López, Vizepräsident von Emerlan, bezeichnete die Integration als wichtigen Fortschritt für die Organisation. Die bessere Koordination und offizielle Einbindung in das kanarische Notfallsystem erhöhen die Effizienz der Einsätze und die Schutzmöglichkeiten für die Bevölkerung. Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet dies eine verbesserte Sicherheit und schnellere Hilfe bei Unfällen oder Naturereignissen.
Mit dieser Kooperation baut die kanarische Regierung ihr Netzwerk zur Bewältigung von Notfällen weiter aus. Die Bündelung von Ressourcen und Expertise versetzt den Archipel in die Lage, auf verschiedenste Gefahren schneller und effektiver zu reagieren. Für alle, die auf den Kanaren leben, arbeiten oder Urlaub machen, bringt die Vereinbarung eine spürbare Verbesserung in der Katastrophen- und Notfallvorsorge mit sich.
Quelle: lavozdefuerteventura.com
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