In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es in Las Palmas de Gran Canaria zu zwei schweren Messerangriffen, bei denen zwei Männer verletzt wurden. Die Angriffe ereigneten sich an unterschiedlichen Orten: in einer Cafeteria in Tamaraceite und in einer Diskothek in Guanarteme. Beide Opfer mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden, die Täter sind bislang zum Teil flüchtig.
Der erste Vorfall spielte sich gegen 21:45 Uhr in einer Cafeteria einer Tankstelle an der Carretera Nueva de San Lorenzo in Tamaraceite ab. Nach einer verbalen Auseinandersetzung stürzte sich ein Mann auf einen anderen und stach ihm mit einem Messer in die Ohrmuschel. Der Verletzte erlitt eine Schnittwunde und wurde umgehend von Rettungskräften versorgt. Er kam ins Universitätskrankenhaus Doctor Negrín, das für seine Notfallversorgung bekannt ist. Die Polizei lokal konnte als erste am Tatort eingreifen und alarmierte den Rettungsdienst.
Der Täter flüchtete noch vor Eintreffen der Polizei, wurde jedoch von Überwachungskameras der Tankstelle aufgenommen. Die Aufnahmen ermöglichten eine Identifizierung des Angreifers, der sich bislang der Festnahme entzieht. Die nationale Polizei hat die Ermittlungen übernommen und versucht, die Hintergründe der Tat zu klären. Unklar ist, ob Täter und Opfer sich kannten und was der Auslöser für die Attacke war.
Die zweite Messerstecherei ereignete sich in den frühen Morgenstunden in einer Diskothek an der Calle Fernando Guanarteme, einem beliebten Ausgehviertel in Las Palmas. Mehrere Zeugen alarmierten Polizei und Rettungsdienste, nachdem sie beobachtet hatten, wie mindestens zwei Männer auf einen Dritten einstachen. Das Opfer trug mehrere Stichverletzungen am rechten Arm davon und wurde bewusst ins Hospital Insular gebracht, das ebenfalls in der Stadt angesiedelt ist.
Die Polizei sucht derzeit nach den beiden mutmaßlichen Tätern, stützt sich dabei auf Zeugenaussagen. Bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung konnten die Männer noch nicht identifiziert oder gefasst werden. Die Ermittlungen laufen weiter, um die genauen Umstände und das Motiv zu ermitteln.
Diese Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage in Las Palmas, gerade in beliebten Stadtteilen wie Tamaraceite und Guanarteme, die sowohl bei Einheimischen als auch Touristen frequentiert sind. Für Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeuten solche Ereignisse erhöhte Aufmerksamkeit, vor allem in den Abend- und Nachtstunden. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, bei auffälligen Situationen sofort die Polizei zu informieren und in gefährlichen Situationen nicht selbst einzuschreiten.
Insgesamt zeigen die Messerattacken die Herausforderungen, mit denen die Sicherheitskräfte in der Region konfrontiert sind. Die Polizei intensiviert ihre Präsenz in den betroffenen Vierteln und setzt auf Videoüberwachung, um Täter schneller zu identifizieren und festzunehmen. Die Krankenhäuser Doctor Negrín und Insular sind gut auf Notfälle vorbereitet und leisten schnelle medizinische Hilfe. Bewohner und Besucher der Kanaren sollten sich der Risiken bewusst sein, ohne jedoch von der Attraktivität der Inseln abgeschreckt zu werden.
Quelle: laprovincia.es
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