Kanaren fordern sofortige Anpassung der Transportkosten für Waren wegen Insellage – Politik auf Kanaren (Parteien Kanaren)

Kanaren fordern sofortige Anpassung der Transportkosten für Waren wegen Insellage

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

8 Juni, 2026

Die Kanarischen Inseln stehen erneut im Fokus der Debatte um die wirtschaftlichen Belastungen durch ihre geografische Insellage. Die Volkspartei (PP) hat im Regionalparlament der Kanaren eine Initiative eingereicht, die eine sofortige Aktualisierung der Standardtransportkosten für Waren fordert, die von oder zu den Inseln transportiert werden. Ziel ist es, den Ausgleich der zusätzlichen Kosten, die durch Insellage und ultraperiphere Situation entstehen, sicherzustellen und die wirtschaftliche Benachteiligung der Inseln zu reduzieren.

Die Abgeordnete Rebeca Paniagua führt die Initiative an und betont die strategische Bedeutung des Gütertransports für die wirtschaftliche, soziale und territoriale Kohäsion des Archipels. Die Kanaren sind vollständig auf den See- und Luftverkehr angewiesen, um die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern sicherzustellen. Diese Abhängigkeit macht die Logistikkosten zu einem entscheidenden Faktor für die wirtschaftliche Stabilität der Region. Die geografische Fragmentierung und die ultraperiphere Lage verursachen fortlaufend Mehrkosten, die die Lieferketten belasten, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen schwächen und die Lebenshaltungskosten der Bewohner erhöhen.

Die Initiative der PP folgt auf ähnliche Forderungen auf nationaler Ebene. So wurde eine vergleichbare Vorlage kürzlich im Gemeinsamen Ausschuss für Insellage im spanischen Senat von dem nationalen Abgeordneten Juan Antonio Rojas präsentiert und fand dort breite Unterstützung, lediglich die PSOE enthielt sich der Stimme. Die PP sieht darin eine Fortsetzung ihres Engagements, die Interessen der Kanarischen Inseln in den spanischen Generalständen zu vertreten.

Ein Kernproblem, das Paniagua hervorhebt, ist die erhebliche Diskrepanz zwischen den offiziell anerkannten Transportkosten der Generalstaatlichen Verwaltung und den tatsächlich von den Logistikunternehmen, Händlern und Betrieben auf den Kanaren getragenen Kosten. So sind die Seefrachtkosten auf bestimmten Handelsrouten zwischen 2021 und 2023 um mehr als 60 Prozent gestiegen, während die Treibstoffpreise um über 40 Prozent zulegten. Diese Kostensteigerungen spiegeln sich bisher nicht adäquat in den Berechnungen der Standardtransportkosten wider, die Grundlage für die Gewährung von Transportbeihilfen sind.

Die Volkspartei kritisiert, dass dies die Wirksamkeit des im Wirtschafts- und Finanzregime (REF) verankerten Ausgleichssystems untergräbt. Das REF verpflichtet den spanischen Staat, die zusätzlichen Kosten, die aus der Insellage und der ultraperipheren Situation resultieren, auszugleichen. Dabei handelt es sich nicht um eine freiwillige Unterstützung, sondern um eine gesetzlich verankerte Pflicht. Besonders betroffen sind die kleineren Inseln, auf denen eine doppelte Insellage die Kosten für Distribution und Versorgung noch weiter in die Höhe treibt. Das wirkt sich negativ auf Verbraucher und kleine sowie mittelständische Unternehmen aus.

Die Initiative fordert vom Kanarischen Parlament, den spanischen Staat zu verpflichten, die Standardtransportkosten unverzüglich an die tatsächlichen Marktbedingungen anzupassen. Darüber hinaus soll ein stabiler Mechanismus für eine regelmäßige und automatische Überprüfung der Transportkosten eingeführt werden, der sich an der realen Marktentwicklung orientiert. Auch verlangt die PP eine Beschleunigung der Bearbeitung und Auszahlung der Beihilfen, die künftig innerhalb von maximal zwölf Monaten erfolgen soll. Zudem soll ein dauerhaftes technisches Bewertungssystem geschaffen werden, das in enger Zusammenarbeit mit der Kanarischen Regierung und den Branchenvertretern arbeitet.

Abschließend betont Paniagua, dass die Verteidigung des REF für die Kanarischen Inseln gleichbedeutend mit der Sicherung gleichwertiger Lebensbedingungen ist. Die zusätzlichen Kosten, die durch die Insellage entstehen, dürfen nicht länger die Lebenshaltungskosten der Bevölkerung oder die wirtschaftliche Aktivität der Inseln durch unzureichende Anpassungen der Ausgleichszahlungen belasten. Die Forderung nach einer sofortigen Aktualisierung der Transportkosten unterstreicht die Dringlichkeit, die wirtschaftlichen Nachteile der Kanaren zu mindern und die Wettbewerbsfähigkeit der Region langfristig zu stärken.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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