Der PSOE von Fuerteventura hat die Anliegen des artesischen Fischereisektors der Insel und der gesamten Region Kanaren an das Europäische Parlament herangetragen. Dies geschah nach intensiven Gesprächen mit den örtlichen Fischereigenossenschaften. Der sozialistische Abgeordnete Juan Fernando López Aguilar hat in Brüssel darauf hingewiesen, dass die Europäische Union ihre eigenen Richtlinien für die ultraperipheren Regionen, zu denen auch die Kanaren gehören, im Bereich der Fischerei nicht umsetzt. Dies führt laut dem PSOE zu „irrationalen Anforderungen“ wie dem digitalen Fischereitagebuch, das für die kleinen Fischerboote eine erhebliche Belastung darstellt.
José Cabrera, der Secretary für Kommunalpolitik, Primärsektor, Ernährung und Ernährungssouveränität des PSOE in Fuerteventura, betont, dass die Unterstützung für die kanarische Fischerei von der Durchsetzung spezifischer politischer Maßnahmen in den europäischen Institutionen abhängt. „Wir müssen in allen Institutionen der Europäischen Union spezifische Politiken für die ultraperipheren Regionen fordern, die den Generationenwechsel und die nachhaltige Nutzung der Fischbestände unterstützen“, erklärte Cabrera. Eine zentrale Forderung des PSOE ist die Einhaltung dieser speziellen Maßnahmen für die ultraperipheren Regionen.
Die politischen Vorschläge des PSOE beinhalten auch die Förderung des Generationenwechsels in der Fischerei, die Zonenplanung der Fanggebiete sowie die Kontrolle der Fischereiaktivitäten durch traditionelle Fangmethoden. Cabrera fasst diese Position in dem Prinzip „ein Mann, ein Haken“ zusammen, um die kanarische Fischerei vor industriellen Überfischungspraktiken zu schützen, die die lokalen Fischbestände gefährden könnten. Die Forderungen wurden in enger Zusammenarbeit mit den Fischereigenossenschaften erarbeitet und sind nun Teil der europäischen Diskussion über die Rechte der Fischerei in den ultraperipheren Regionen.
Ein zentrales Thema in diesem Kontext ist das digitale Fischereitagebuch, das als ein Werkzeug zur elektronischen Aufzeichnung und Kommunikation der Fangaktivitäten dient. Es erfasst Informationen über gefangene Arten, Mengen, Fanggebiete und Landungen. Die Einführung dieser digitalen Anforderungen ist Teil eines neuen europäischen Kontrollrahmens für die Fischerei. Die Verordnung (EU) 2023/2842 sieht eine schrittweise Digitalisierung der Fangaufzeichnungen vor und bietet vereinfachte Verfahren für Schiffe unter 12 Metern Länge an, um eine übermäßige Belastung für kleinere Boote zu vermeiden.
Allerdings stößt dieses System auf Widerstand im artesischen Fischereisektor. Die Bedenken konzentrieren sich insbesondere auf die administrative und technologische Belastung, die diese Regelung für kleine Boote mit sich bringt. In vielen Fällen sind die Arbeitsbedingungen, das Alter der Fischer und die täglichen Abläufe nicht auf die neuen digitalen Anforderungen ausgerichtet. Daher fordert der PSOE eine Überprüfung dieser Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die kleinen Fischer nicht überfordert werden und die Tradition der kanarischen Fischerei weiterhin bestehen bleibt.
Quelle: fuerteventuradigital.com
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