Tías lehnt neues Solarpark-Projekt in Mácher wegen Landschaftsschutz ab in Umwelt (Photovoltaic)

Tías lehnt neues Solarpark-Projekt in Mácher wegen Landschaftsschutz ab

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

12 Juni, 2026

Der Gemeinderat von Tías auf Lanzarote hat eine weitere Anfrage zur Errichtung eines Photovoltaik-Parks in der landwirtschaftlich geprägten Zone von Mácher klar abgelehnt. Die Gemeinde kritisiert die jüngste Erklärung der Kanarischen Regierung, die das Projekt als von allgemeinem Interesse eingestuft hat, als unvereinbar mit dem geltenden Flächennutzungsplan und dem Schutz landwirtschaftlicher Flächen. Zudem wird der erhebliche Landschaftseingriff als nicht akzeptabel bewertet.

Das beantragte Solarprojekt mit einer Anschlussleistung von 1,176 Megawatt-Peak soll auf einer Fläche von knapp 28.721 Quadratmetern realisiert werden. Geplant sind 1.680 Solarmodule sowie ein Umspannwerk und weitere technische Anlagen. Der Antrag wurde von der Firma RS IBERIA 23 gestellt. Die Gemeinde Tías sieht darin jedoch eine massive Beeinträchtigung des Ortsbilds und der landwirtschaftlichen Nutzung, die das Gebiet prägt.

In einer offiziellen Stellungnahme bezeichnet der Gemeinderat die Entscheidung der kanarischen Umwelt- und Energiebehörde als „offensichtliche Unvereinbarkeit“ mit den städtebaulichen Vorgaben und dem Schutz der Agrarflächen. Die Gemeinde bemängelt zudem, dass das Projekt keine ausreichenden Gründe für eine Dringlichkeit oder ein außergewöhnliches öffentliches Interesse vorlegt. Darüber hinaus befürchtet die Verwaltung Risiken für die öffentliche Infrastruktur und Sicherheitsaspekte sowie eine Verletzung des Prinzips der Verhältnismäßigkeit und der kommunalen Selbstverwaltung.

Bürgermeister José Juan Cruz Saavedra fordert die Kanarische Regierung auf, die kommunale Autonomie zu respektieren und den Schutz der landwirtschaftlichen Flächen zu gewährleisten. Er warnt davor, mit einer solchen Ausnahmegenehmigung einen Präzedenzfall zu schaffen, der die territoriale Identität von Tías nachhaltig beschädigen könnte. Dabei stellt Cruz Saavedra klar, dass die Gemeinde nicht gegen erneuerbare Energien sei, wohl aber für deren Umsetzung mit sorgfältiger Planung, Rücksicht auf die Umwelt und unter Einbeziehung der betroffenen Bevölkerung.

Für Einwohner, Urlauber und Auswanderer auf Lanzarote bedeutet die Entscheidung, dass die landwirtschaftlichen und landschaftlichen Qualitäten von Mácher vorerst erhalten bleiben. Die Gemeinde setzt damit ein Zeichen gegen die unkontrollierte Ausweitung von Solarparks, die das Ortsbild und die Nutzung der Böden verändern könnten. Für Touristen ist die landschaftliche Attraktivität der Region ein wichtiger Faktor, der durch solche Projekte beeinträchtigt werden könnte.

Die Debatte um erneuerbare Energien auf den Kanaren ist komplex: Einerseits besteht ein hoher Bedarf an sauberer Energie, andererseits müssen Umwelt- und Landschaftsschutz beachtet werden. Tías zeigt mit seiner Ablehnung, dass lokale Interessen und die Bewahrung der landwirtschaftlichen Flächen bei der Energiewende auf den Inseln eine bedeutende Rolle spielen. Die Entscheidung verdeutlicht die Spannungen zwischen regionalen Energieplänen und kommunaler Raumordnung, die auch in anderen Gemeinden der Kanaren zu beobachten sind.

Quelle: eldiario.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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