Kanarisches Parlament unterstützt Anpassung der EU-Kontrollregeln für Küstenfischer – Behörden (Gobierno Canarias)

Kanarisches Parlament unterstützt Anpassung der EU-Kontrollregeln für Küstenfischer

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

21 Juni, 2026

Das kanarische Parlament hat mit einstimmiger Mehrheit eine wichtige Initiative verabschiedet, die den besonderen Bedingungen der handwerklichen Fischerei auf den Inseln Rechnung trägt. Die sogenannte Nicht-Gesetzgebende Entschließung (PNL) fordert die Anpassung der EU-Kontrollverordnung an die Realität der kleinen Fischereiflotte der Kanaren. Diese Entscheidung wird von den örtlichen Fischereiverbänden und Kooperativen als großer Erfolg gewertet.

Vertreter von Anarme, Miracanarias, den Kooperativen Pescatobal und Pescarestinga, der Plattform für das Kanarische Meer sowie der Nationalen Seemannsgewerkschaft zeigten sich nach der Debatte im Regionalparlament in Las Palmas de Gran Canaria zufrieden mit dem Ergebnis. Die einstimmige Unterstützung durch alle politischen Gruppen im Parlament signalisiert eine starke institutionelle Rückendeckung für Tausende von Berufsfischern, Bootsbesitzern und Beschäftigten der maritimen Wirtschaft auf den Inseln.

Die handwerkliche Fischerei auf den Kanaren besteht überwiegend aus kleinen Booten, die täglich in die Häfen einlaufen und unter den speziellen ozeanischen Bedingungen des Atlantiks operieren. Seit Jahren fordern die Verbände eine Regulierung, die Kontrollmaßnahmen mit der Sicherheit auf See und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit der Betriebe in Einklang bringt. Die bisherige EU-Kontrollverordnung berücksichtigt nach Ansicht der Fischer die besonderen Gegebenheiten der Kanaren als äußere EU-Region nicht ausreichend.

Das kanarische Parlament erkennt mit der PNL ausdrücklich diese Besonderheiten der lokalen Fischereiflotte an. Es unterstützt eine proportionale Kontrolle und Rückverfolgbarkeit, die die Ziele der Überwachung erfüllt, ohne dabei die Sicherheit der Schiffe oder die wirtschaftliche Existenz kleiner Fangbetriebe zu gefährden. Diese Balance ist für die nachhaltige Bewirtschaftung der Bestände und den Erhalt der Küstengemeinden von großer Bedeutung.

Die Verbände hoben hervor, dass die Geschlossenheit des Parlaments ein deutliches Signal an nationale und europäische Institutionen sendet. Die Modernisierung der Kontrollsysteme müsse die speziellen Anforderungen des Archipels respektieren. Die Kanaren wollen damit sicherstellen, dass die zukünftigen Regelungen sowohl der ökologischen Nachhaltigkeit als auch den sozialen und wirtschaftlichen Bedürfnissen der lokalen Fischereiwirtschaft gerecht werden.

Darüber hinaus erklärten die Organisationen ihre Bereitschaft, weiterhin eng mit den öffentlichen Verwaltungen zusammenzuarbeiten. Ziel ist eine ausgewogene und nachhaltige Fischereipolitik, die den Erhalt der maritimen Traditionen sichert und gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit der Küstengemeinden stärkt. Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet dies eine stabile Versorgung mit regional gefangenem Fisch und den Schutz eines bedeutenden Wirtschaftszweigs der Inseln.

Die Entscheidung des kanarischen Parlaments markiert einen wichtigen Schritt, um die Interessen der handwerklichen Fischer auf europäischer Ebene sichtbarer zu machen und langfristig bessere Rahmenbedingungen für diese Berufsgruppe zu schaffen. Gleichzeitig unterstreicht sie die Bedeutung der Kanaren als Außengebiet der EU mit spezifischen Herausforderungen, die in der europäischen Gesetzgebung stärker berücksichtigt werden müssen.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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