Adeje reagiert mit einem umfangreichen Wohnungsbauprojekt auf die anhaltende Wohnraumkrise auf Teneriffa. Die Gemeinde plant den Bau von rund 140 Sozialwohnungen auf zwei Grundstücken im Ortszentrum, um vor allem sozial benachteiligten Gruppen bezahlbaren Wohnraum anzubieten. Diese Initiative soll die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt in Adeje entschärfen und die Gemeinde als Vorreiter in der Schaffung von Sozialwohnungen positionieren.
Die beiden Gebäude werden auf einer Fläche von etwa 3.000 Quadratmetern errichtet, nahe dem Los Olivos Institut und dem Stadtteil Las Nieves. Die Adeje Municipal Services Company (EMSA), die für die öffentlichen Dienstleistungen der Gemeinde zuständig ist, übernimmt die Planung und den Bau der Wohnhäuser. Die Projektkosten belaufen sich auf über elf Millionen Euro. Anders als viele andere Gemeinden auf Teneriffa, die oft auf Partnerverwaltungen setzen, steuert Adeje das Vorhaben eigenverantwortlich.
Ergänzend zu den Neubauten im Ortszentrum entwickelt die Gemeinde zwei strategische Teilpläne mit den Namen El Calvario und Adeje 2020. Auf einer Fläche von insgesamt 142.441 Quadratmetern, was etwa 30 Fußballfeldern entspricht, sollen neue Stadtgebiete entstehen. Diese bieten Platz für rund 2.800 Einwohner und enthalten ebenfalls einen Anteil an offiziell geschütztem Wohnraum. Explizit sind touristische Unterkünfte in diesen Plänen ausgeschlossen, was den Fokus auf den Bedarf der ansässigen Bevölkerung unterstreicht.
Der Baubeginn für die Sozialwohnungen im Bereich Los Olivos ist für die erste Hälfte des kommenden Jahres vorgesehen. Im Rahmen des kommunalen Wohnungsbauplans, der vom Bürgermeister José Miguel Rodríguez Fraga und EMSA koordiniert wird, strebt Adeje an, innerhalb der nächsten sechs Jahre insgesamt rund 200 Sozialwohnungen zu errichten. Weitere Grundstückszuteilungen, die momentan geprüft werden, sollen dieses Ziel unterstützen.
Diese Wohnbauinitiative von Adeje ist eine von wenigen eigenverantwortlichen Maßnahmen auf Teneriffa, die dem anhaltenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum aktiv entgegenwirken. Für Einwohner, Auswanderer und Urlauber auf den Kanaren bedeutet das Projekt nicht nur mehr Wohnqualität, sondern könnte auch Impulse für die soziale Stabilität und die lokale Wirtschaft setzen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie schnell die Bauvorhaben umgesetzt werden und welchen Einfluss sie auf den Wohnungsmarkt in der Region haben.
Quelle: tenerifeweekly.com
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