Ärzte in Kanarischen Inseln streiken: 8,54% der Ärzte beteiligt – Gesundheit (Krankenhaus)

Ärzte in Kanarischen Inseln streiken: 8,54% der Ärzte beteiligt

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

5 Mai, 2026

Am Montag kam es auf den Kanarischen Inseln zu einem Streik, an dem 8,54 Prozent der Ärzte im Servicio Canario de la Salud teilnahmen. Von den insgesamt 5.163 Medizinerinnen und Medizinern, die dazu aufgerufen waren, waren 2.929 tatsächlich betroffen. Laut dem Gesundheitsministerium haben 250 Ärzte an dem Streik teilgenommen, was die Dringlichkeit der Situation unterstreicht. Die Beteiligung variierte erheblich zwischen den einzelnen Inseln: In Gran Canaria lag sie bei 11,49 Prozent, während auf Teneriffa nur 4,91 Prozent der Ärzte ihre Arbeit niederlegten. Diese Unterschiede spiegeln nicht nur die lokale Stimmung wider, sondern auch die spezifischen Herausforderungen, mit denen die Gesundheitsversorgung auf den verschiedenen Inseln konfrontiert ist.

In Lanzarote beteiligten sich 15 von 278 Ärzten, was einer Beteiligung von 5,40 Prozent entspricht. Fuerteventura wies mit nur einem Streikteilnehmer von 176 (0,57 Prozent) die niedrigste Beteiligung auf. La Palma verzeichnete eine Streikbeteiligung von 3,14 Prozent, während in La Gomera ein Arzt von 49 (2,04 Prozent) streikte. Auf El Hierro gab es keinerlei Streikteilnehmer. Diese Zahlen werfen ein Licht auf die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen und Frustrationen der Mediziner in den verschiedenen Regionen, die für die Patientenversorgung von entscheidender Bedeutung sind.

Eric Alberto Álvarez Morales, der Präsident des kanarischen Ärzteverbands, erklärte, dass der Streik ein Zeichen der Dringlichkeit sei. Die Ärzte fordern von der Regierung der Kanarischen Inseln, ihre Verpflichtungen ernst zu nehmen. Trotz der Verhandlungsbereitschaft der Gesundheitsbehörde sind bisher keine konkreten Fortschritte erzielt worden. Die Ärzte verlangen eine klare Umsetzung von Vereinbarungen, die bereits in den Haushaltsplänen für 2023 festgehalten sind. Diese Forderungen sind nicht nur bürokratischer Natur; sie betreffen direkt die Qualität der Gesundheitsversorgung, die auch für die deutschsprachige Gemeinschaft auf den Kanaren von großer Bedeutung ist.

Ein zentrales Anliegen der Ärzte ist die Verbesserung der Patientenversorgung in der Primärversorgung. Derzeit liegt die durchschnittliche Zeit, die ein Arzt für einen Patienten aufwendet, bei nur 6 bis 8 Minuten. Dies ist nicht nur unzureichend, sondern auch für die medizinische Betreuung gefährlich. Die Ärzte fordern mindestens 10 Minuten pro Patient und eine Reduzierung der täglichen Patientenanzahl auf maximal 30. Solche Maßnahmen erfordern eine Erhöhung des Personals, was in Anbetracht der Abwanderung vieler Ärzte aus der öffentlichen Gesundheitsversorgung zu einer dramatischen Verschärfung der Situation führt.

Für die deutschsprachigen Leser auf den Kanaren ist es von großer Bedeutung, sich über diese Entwicklungen zu informieren. Die Qualität der Gesundheitsversorgung kann direkte Auswirkungen auf die Lebensqualität und die Sicherheit der Gemeinschaft haben. Ein gestärktes Gesundheitssystem, das den Bedürfnissen der Patienten gerecht wird, ist essenziell, um auch in Zukunft eine gute medizinische Versorgung auf den Inseln zu gewährleisten. Die aktuellen Streikaktionen sind ein Aufruf zur Aufmerksamkeit und ein Zeichen dafür, dass Veränderungen dringend notwendig sind.

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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