Anwohner wehren sich gegen Notfallprojekt des Cabildos in El Pris auf Teneriffa (Tacoronte)

Anwohner wehren sich gegen Notfallprojekt des Cabildos in El Pris

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

15 August, 2026

In El Pris, einem Küstenviertel von Tacoronte auf Teneriffa, protestierten rund 200 Einwohner gegen ein vom Cabildo vorgestelltes Notfallprojekt zur Regulierung von Regenwasser. Das Projekt sieht vor, einen Teil des bei Starkregen ins Viertel strömenden Wassers über die Straße TF-165 aufzufangen. Diese Maßnahme soll die durch das Unwetter Therese am 24. März verursachten Schäden mindern. Die Anwohner kritisieren jedoch, dass das Vorhaben lediglich ein kurzfristiger Eingriff sei, der das Problem nicht an der Wurzel packe.

Die Initiative zur Demonstration ging von der Nachbarschaftsvereinigung El Pris-El Sargo aus. Die Teilnehmer zogen friedlich vom Versammlungsort zur örtlichen Fischereigenossenschaft, wo die Vorsitzende Esther Díaz ein Manifest verlas. Darin machte sie deutlich, dass der Stadtteil eine dauerhafte Lösung wünsche, keine provisorische Reparatur.

Mit Blick auf die geplanten Investitionen von 1,5 Millionen Euro bezeichneten die Anwohner das Projekt als unzureichend. Es greife zu spät an und verhindere nicht, dass das Wasser den Stadtteil bereits überflutet hat. Zudem bemängeln sie, dass ihr eigener Lösungsvorschlag, der technisches Potenzial habe, kostengünstiger sei und direkt am Ursprung des Problems ansetze, vom Cabildo nicht mit der nötigen Sorgfalt geprüft wurde.

Kritik richtete sich auch gegen die Stadtverwaltung von Tacoronte, die sich bislang nicht öffentlich zu dem Projekt positioniert hat. Die Nachbarschaftsvertretung fordert vom Rathaus, die Interessen der Bürger aktiv zu vertreten und eine bessere Lösung einzufordern, anstatt sich auf die Zuständigkeit des Cabildos zu berufen.

Die Protestierenden sammelten Unterschriften, um eine Überprüfung des Projekts zu erreichen. Sie warten außerdem auf eine erneute Einladung zu Gesprächen mit dem Straßenressort des Cabildos, die nach einem ersten Treffen auf der Plaza de La Estación zugesagt wurde.

Die Anwohner informierten, dass die Genehmigung der Proteste durch die Subdelegation der Regierung noch aussteht, weshalb Datum und Ort weiterer Demonstrationen noch nicht feststehen.

Weiterhin bemängeln sie, dass der Stadtrat von Tacoronte nicht offiziell über das Projekt informiert wurde, sondern nur einen Aktenvermerk erhalten habe. Zudem erscheint es ihnen fragwürdig, dass die Notfallmaßnahme erst am 19. Juli genehmigt wurde, obwohl das Unwetter bereits im März stattfand. Das Projekt müsse innerhalb eines Monats begonnen werden, da die Frist für Notfallarbeiten sonst erlischt.

Die Situation zeigt, wie wichtig es für die Bewohner von El Pris ist, dass bei Infrastrukturmaßnahmen nicht nur schnelle Reparaturen erfolgen, sondern nachhaltige Lösungen entwickelt werden, die die Lebensqualität langfristig sichern. Die nächsten Schritte hängen nun davon ab, ob das Cabildo auf die Forderungen der Bürger eingeht und wie die Stadtverwaltung ihre Rolle in dem Konflikt wahrnimmt.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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