Das Cabildo de La Gomera hat weniger als ein Jahr nach Erhalt einer Vorauszahlung von vier Millionen Euro diese Mittel zurückgegeben, obwohl sie ursprünglich für den Bau eines neuen sozio-sanitären Zentrums in Valle Gran Rey vorgesehen waren. Dies geht aus einer Anfrage der sozialistischen Fraktion im Inselparlament hervor, die nach der Verwendung der Gelder im Rahmen einer Vereinbarung mit der Sozialabteilung der Kanarischen Regierung nachfragte. Im November 2024 hatte das Cabildo einen Vertrag über insgesamt 8,33 Millionen Euro abgeschlossen, um Plätze in verschiedenen Wohn- und Tagespflegeeinrichtungen zu errichten oder zu modernisieren und so an das neue Modell der Langzeitpflege anzupassen.
Sechs Monate nach Unterzeichnung bat das Cabildo jedoch darum, vier Millionen Euro, die es zuvor als Vorauszahlung erhalten hatte, zurückzugeben. Stattdessen wurden nur rund 187.700 Euro für die Ausstattung der sozio-sanitären Zentren in San Sebastián, Hermigua und Alajeró ausgegeben. Diese Investition diente dem Erwerb von Hilfsmitteln und technischer Unterstützung für die genannten Einrichtungen. Die sozialistische Fraktion fordert nun vom Cabildo eine klare Erklärung, warum der Großteil der Mittel nicht für das geplante Zentrum in Valle Gran Rey verwendet wurde und was mit diesem Projekt nun geschehen soll.
Die Rückgabe der Mittel wirft Fragen hinsichtlich der Projektplanung und -umsetzung auf. Die Bewohner von Valle Gran Rey, die auf die Einrichtung angewiesen wären, bleiben ungewiss über die Zukunft des sozio-sanitären Zentrums, das ursprünglich zur Verbesserung der Pflegeinfrastruktur vorgesehen war. Die politischen Vertreter der Sozialisten verlangen Transparenz und eine umfassende Information, um die Bürger über die Verwendung der Gelder und die Auswirkungen auf die Versorgung im Bereich der Langzeitpflege zu informieren.
Das Vorgehen des Cabildos hat direkte Auswirkungen auf die kommunalen Pflegeeinrichtungen und deren Nutzer, da der ursprünglich geplante Ausbau in Valle Gran Rey nicht realisiert wird. Stattdessen wird ein deutlich geringerer Betrag in die Ausstattung anderer Zentren investiert, was die Versorgungssituation auf der Insel insgesamt beeinflusst. Die künftige Entwicklung und Nutzung der zurückgegebenen Gelder bleibt abzuwarten, ebenso wie die Antworten der Inselregierung auf die Forderungen nach Aufklärung.
Quelle: gomeratoday.com
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