Fernando Clavijo, Präsident der Kanarischen Regierung, hat die jüngste Koalition zwischen seiner Partei, der Kanarischen Koalition (CC), und der Volkspartei (PP) als wichtigen Schritt für die politische Stabilität der Region gewürdigt. In einem Interview mit Radio Club Tenerife betonte Clavijo die Bedeutung von „Loyalität und Koordination“ innerhalb der neuen Partnerschaft. Gleichzeitig machte er deutlich, dass es vor den kommenden Regionalwahlen zu früh sei, um über weitere politische Allianzen zu sprechen.
Clavijo stellte klar, dass das Volk die Regierung bei den Wahlen beurteilen müsse und die Regierung sich diesem Urteil stellen werde. Nach den Wahlen werde es entscheidend sein, notwendige Abkommen zu treffen, um die Stabilität der Kanarischen Inseln auch auf lokaler Ebene, etwa in Gemeinden und Rathäusern, zu sichern. Dabei wolle seine Regierung den Fokus auf drängende Themen wie Wohnungsbau, Vermögensverteilung und demografische Herausforderungen legen.
Zur anstehenden Sitzung des Fiskal- und Finanzpolitischen Rates, bei der ein neues regionales Finanzierungsmodell beschlossen werden soll, äußerte sich Clavijo zurückhaltend bezüglich der Teilnahme der Finanzministerin Matilde Asián von der PP. Er bestätigte jedoch, dass die Verhandlungen unter ihrer Führung bereits zu einer zusätzlichen Finanzierung von 1,337 Milliarden Euro für die Kanarischen Inseln geführt haben. Ein wichtiger Teil des Abkommens ist die Entkopplung des Kanarischen Wirtschafts- und Steuersystems (REF) von der regionalen Finanzierung, was als großer Fortschritt für die Inseln gewertet wird.
Clavijo lobte zudem den Vizepräsidenten und Vorsitzenden der Kanarischen PP, Manolo Domínguez, für dessen klare Unterstützung der Interessen der Kanarischen Inseln, auch wenn dies innerparteiliche Spannungen mit sich bringe. Domínguez habe im Rat deutlich gemacht, dass die Regierung alles unterstützen werde, was den Kanarischen Inseln zugutekommt, auch wenn die Abgeordneten der PP in Madrid letztlich den Parteilinien folgen müssten.
Der Präsident betonte, dass es die Aufgabe der Regierung sei, die Interessen der Kanarischen Inseln zu verwalten und zu verteidigen. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, wie sich die neue politische Konstellation auf die Regierungsarbeit und die Umsetzung wichtiger Projekte in der Region auswirkt.
Quelle: tenerifeweekly.com
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