Am Freitag haben marokkanische Sicherheitskräfte bei zwei Versuchen von Migranten, mit Booten von Fum el Ued nahe El Aaiún in der Westsahara zu den Kanarischen Inseln zu gelangen, insgesamt rund 80 Personen festgenommen. Bei der Aktion kam eine Person ums Leben. Die Migranten hatten sich in zwei Booten auf den Weg gemacht, wurden jedoch kurz nach dem Auslaufen von den Behörden abgefangen.
Die erste Gruppe befand sich auf einem Schlauchboot, das unmittelbar nach dem Einstieg ins Wasser gestoppt wurde. Dabei ertrank ein Migrant, weitere Details zu den Todesumständen liegen nicht vor. Die marokkanische Gendarmerie und lokale Sicherheitskräfte verhinderten gleichzeitig auch die Abfahrt einer zweiten Gruppe.
Unter den Festgenommenen befinden sich etwa 50 marokkanische Staatsbürger, der Rest stammt aus Ländern der Sahel-Region. Die Behörden haben die Migranten in Gewahrsam genommen und folgen den vorgeschriebenen Verfahren. Zudem wurde eine Untersuchung zu den beiden Fluchtversuchen und dem Todesfall eingeleitet.
Videomaterial, das in sozialen Netzwerken kursiert, zeigt die nächtliche Aktion an der Küste von Fum el Ued, wo mehr als 40 Personen ein Schlauchboot zum Meer tragen, während marokkanische Polizeifahrzeuge in der Nähe sind.
Die Region Fum el Ued wird wiederholt als Ausgangspunkt für Migranten genutzt, die versuchen, über das Meer von der Westsahara zu den Kanarischen Inseln zu gelangen. Die Entfernung zur nächstgelegenen Insel Lanzarote beträgt etwa 130 Kilometer.
Die Vorfälle verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen bei der Kontrolle von irregulärer Migration in diesem Gebiet und die Risiken, die mit solchen Überfahrten verbunden sind. Die Ermittlungen dauern an, während die Behörden die Sicherheitslage weiterhin beobachten und Maßnahmen zur Verhinderung weiterer illegaler Überfahrten ergreifen.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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