Die Evakuierung der Passagiere des Kreuzfahrtschiffes Hondius, das mit einem Hantavirus-Ausbruch konfrontiert war, wurde am Sonntag erfolgreich abgeschlossen. Laut der spanischen Gesundheitsministerin Mónica García wurden bis 20:30 Uhr insgesamt 94 Personen aus 19 verschiedenen Nationalitäten evakuiert. Die Operation, die unter der Koordination der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der spanischen Behörden stattfand, begann um 6:00 Uhr, als das Schiff im Hafen von Granadilla de Abona, Teneriffa, anlegte.
Die ersten Passagiere, darunter 14 Spanier, wurden in Gruppen und gestaffelt von Bord gebracht. Ein Airbus der spanischen Luftwaffe transportierte die Spanier direkt zur Militärbasis Torrejón de Ardoz in Madrid, wo sie in Quarantäne gehen und PCR-Tests durchgeführt werden. Die Ministerin betonte, dass der kanarische Regierungsvertreter zur Teilnahme an der Operation eingeladen war, jedoch nicht erschien.
Während des Evakuierungsprozesses traten einige Herausforderungen auf, darunter die Meldung von Symptomen eines Passagiers während des Fluges nach Frankreich. Die Ministerin wies darauf hin, dass solche Situationen vorhersehbar seien und die entsprechenden Protokolle befolgt werden müssten. Auch für die Passagiere aus den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich war die Evakuierung erfolgreich. Für Montag sind weitere Flüge, unter anderem nach Australien, geplant.
Der Hondius wird am Montagmorgen für einige Stunden anlegen, um Treibstoff und Vorräte aufzunehmen, bevor die letzte Gruppe von Passagieren evakuiert wird. Die Situation wird weiterhin genau überwacht, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.
Quelle: eldiario.es
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