Neue Erkenntnisse zeigen, dass die Suche nach Freizeitaktivitäten in Spanien zunehmend von Familien mit Kindern und dem Preis-Leistungs-Verhältnis geprägt ist. Laut einer aktuellen Studie von Planning, die über 4.200 echte Google-Suchanfragen analysiert hat, sind Begriffe wie „Familien mit Kindern“ und „preiswert“ die Hauptfaktoren, die spanische Nutzer bei der Planung ihrer Freizeit berücksichtigen. Insbesondere der Begriff „Kinder“ taucht in 547 Long-Tail-Suchanfragen auf, was einem Anteil von 12,8 % entspricht. Zum Vergleich: Die Kombination aus „Paar/Romantik“ und „Freunde/Gruppe“ kommt zusammen nur auf 3,2 %.
Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass die touristischen Angebote in Spanien, die nicht gezielt auf Familien ausgerichtet sind, einen entscheidenden Marktanteil verlieren. Die Studie zeigt, dass Nutzer nicht mehr allgemein nach Aktivitäten in Städten wie Sevilla suchen und dann nach Preisen filtern, sondern konkret nach „günstigen Aktivitäten in Sevilla“ fragen. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung des Preisfaktors in der Freizeitplanung. Der Begriff „günstig“, „kostenlos“ und „preiswert“ erscheint in 537 Long-Tail-Suchanfragen und hat mit 12,6 % einen fast gleich hohen Anteil wie der Begriff „Kinder“.
In Bezug auf die geographischen Unterschiede in den Suchanfragen zeigt sich, dass Madrid zwar die meisten Seitenaufrufe auf Wikipedia verzeichnet, jedoch Städte wie Granada, Bilbao, San Sebastián, Teneriffa und Mallorca in den letzten zwölf Monaten stärker im Google-Trend gewachsen sind. Madrid hat insgesamt 1.088.632 Seitenaufrufe und 223 Long-Tail-Suchanfragen erfasst. Dies deutet darauf hin, dass das traditionelle Oligopol von Madrid und Barcelona im Inlandstourismus allmählich fragmentiert wird. Die steigende Nachfrage nach touristischen Angeboten in mittelgroßen Städten könnte eine Chance für die lokale Wirtschaft darstellen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt, den die Studie herausstellt, ist die Saisonalität der Suchanfragen. Im Sommer verzeichnen die Suchanfragen einen Anstieg von 23 % im Vergleich zum Winter, wobei der Dezember als zweiter Hochpunkt gilt. Interessanterweise zeigt die Analyse, dass Januar nicht der Monat ist, in dem die meisten Reisenden ihre Jahresplanung vornehmen – hier zeigt sich ein deutliches Tief. Vielmehr plant der spanische Reisende seine Reisen oft kurzfristig, in den Monaten unmittelbar vor der eigentlichen Reise, insbesondere im Juli und August sowie im Dezember wegen der Feiertage.
Für die deutschsprachigen Leser auf den Kanarischen Inseln, die entweder dort leben oder Urlaub machen, ist es wichtig zu wissen, dass sich die Prioritäten der Reisenden ändern könnten. Ein verstärkter Fokus auf familienfreundliche Aktivitäten und kostengünstige Angebote könnte den Markt auf den Kanaren beeinflussen. Anbieter im Tourismussektor sollten ihre Angebote daraufhin anpassen, um von dieser wachsenden Nachfrage zu profitieren.
Quelle: hosteltur.com
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