Die Kanarischen Inseln gehören zu den beliebtesten Auswanderungszielen Europas. Sonne, Meer, angenehme Temperaturen und eine entspanntere Lebensweise ziehen jedes Jahr viele Menschen aus Deutschland auf die Inseln.
Doch so attraktiv das Leben auf Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura oder Lanzarote auch wirkt – eine Auswanderung bringt immer Herausforderungen mit sich.
Viele Menschen unterschätzen organisatorische, finanzielle oder kulturelle Unterschiede und erleben später Enttäuschungen. Andere scheitern daran, dass sie ihre Auswanderung zu spontan oder zu unvorbereitet angehen.
Wer typische Fehler kennt und realistische Erwartungen mitbringt, kann sich viele Probleme ersparen und deutlich entspannter in das neue Leben starten.
Fehler 1: Die Kanaren mit einem Dauerurlaub verwechseln
Viele Menschen kennen die Kanaren zunächst nur aus dem Urlaub. Strand, Sonne und Freizeit stehen dort im Mittelpunkt.
Im Alltag sieht das Leben jedoch anders aus.
Auch auf den Kanaren gehören dazu:
- Arbeit
- Miete und Rechnungen
- Bürokratie
- Behördengänge
- Alltagsstress
Wer glaubt, dauerhaft im Urlaubsmodus zu leben, erlebt oft schnell Ernüchterung.
Fehler 2: Ohne finanzielle Rücklagen auswandern
Ein häufiger Fehler besteht darin, ohne ausreichende finanzielle Absicherung auf die Kanaren zu ziehen.
Viele Menschen unterschätzen:
- steigende Mietpreise,
- Kautionen,
- unerwartete Kosten,
- die Jobsuche oder
- schwankende Einnahmen.
Gerade in den ersten Monaten entstehen oft höhere Ausgaben als geplant.
Finanzielle Rücklagen sorgen für deutlich mehr Sicherheit und weniger Stress.
Fehler 3: Die Lebenshaltungskosten unterschätzen
Die Kanaren galten lange als günstig. In den vergangenen Jahren sind jedoch vor allem Wohnkosten deutlich gestiegen.
Besonders in beliebten Regionen wie:
- Costa Adeje,
- Los Cristianos,
- Las Palmas oder
- Maspalomas
sind Mietpreise stark gestiegen.
Viele Auswanderer stellen fest, dass das Leben auf den Kanaren nicht automatisch billig ist.
Fehler 4: Keine Spanischkenntnisse lernen
In touristischen Regionen kommt man anfangs oft auch mit Deutsch oder Englisch zurecht.
Langfristig wird Spanisch jedoch enorm wichtig.
Warum Spanisch entscheidend ist
- Behördengänge werden einfacher
- Kontakte zu Einheimischen entstehen leichter
- Berufliche Chancen verbessern sich
- Integration gelingt schneller
Viele Auswanderer bereuen später, nicht früher mit dem Lernen begonnen zu haben.
Fehler 5: Zu wenig über die Inseln informieren
Die Kanaren bestehen nicht nur aus Sonne und Strand. Jede Insel besitzt ihren eigenen Charakter.
Viele Menschen wählen ihre Insel zu spontan aus.
Typische Unterschiede
- Teneriffa: vielseitig und international
- Gran Canaria: urban und touristisch
- Fuerteventura: ruhig und windig
- Lanzarote: trocken und vulkanisch
- La Palma: grün und naturverbunden
Wer vorher verschiedene Regionen besucht, trifft meist bessere Entscheidungen.
Fehler 6: Nur in deutschen Communities bleiben
Deutschsprachige Communities können den Einstieg erleichtern.
Wer jedoch ausschließlich in deutschen Kreisen bleibt, integriert sich oft nur schwer.
Viele Auswanderer berichten später, dass Kontakte zu Einheimischen den Alltag deutlich bereichern.
Offenheit gegenüber der spanischen Kultur erleichtert das Einleben erheblich.
Fehler 7: Bürokratie unterschätzen
Die spanische Bürokratie funktioniert teilweise anders als in Deutschland.
Viele Menschen unterschätzen den organisatorischen Aufwand.
Wichtige Themen
- NIE-Nummer
- Wohnsitzanmeldung
- Krankenversicherung
- Steuern
- Bankkonto
- Autónomo-Anmeldung
Geduld und gute Vorbereitung helfen enorm.
Fehler 8: Ohne Job oder Plan auswandern
Viele Menschen ziehen auf die Kanaren, ohne ihre berufliche Situation ausreichend geplant zu haben.
Die Gehälter im lokalen Arbeitsmarkt liegen oft unter deutschem Niveau.
Besonders einfache Jobs im Tourismus sind häufig:
- saisonabhängig,
- vergleichsweise niedrig bezahlt,
- stark umkämpft.
Viele erfolgreiche Auswanderer kombinieren das Leben auf den Kanaren mit:
- Remote Work,
- Online-Business,
- Selbstständigkeit oder
- internationalen Arbeitgebern.
Fehler 9: Die Wohnungssuche zu spät angehen
Besonders in beliebten Regionen kann die Wohnungssuche schwierig sein.
Viele Auswanderer unterschätzen:
- die hohe Nachfrage,
- steigende Mietpreise,
- kurzfristige Ferienvermietungen.
Wer sich frühzeitig informiert und flexibel bleibt, findet meist bessere Lösungen.
Fehler 10: Zu romantische Erwartungen haben
Social Media vermittelt oft ein perfektes Bild vom Leben auf den Kanaren.
Die Realität besteht jedoch auch aus:
- Arbeit,
- Stress,
- Verpflichtungen,
- schwierigen Phasen.
Wer realistische Erwartungen mitbringt, erlebt die Auswanderung meist entspannter.
Fehler 11: Keine Krankenversicherung organisieren
Viele Auswanderer kümmern sich zu spät um ihre Krankenversicherung.
Vor allem bei langfristigem Aufenthalt sollten Themen wie:
- gesetzliche Versicherung,
- private Krankenversicherung,
- medizinische Versorgung
frühzeitig geklärt werden.
Besonders Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten sich gut vorbereiten.
Fehler 12: Die Sonne unterschätzen
Das angenehme Klima gehört zu den größten Vorteilen der Kanaren.
Viele Menschen unterschätzen jedoch:
- UV-Strahlung,
- Hitze,
- trockene Luft.
Ganzjähriger Sonnenschutz ist auf den Inseln wichtig.
Fehler 13: Zu schnell Immobilien kaufen
Einige Auswanderer kaufen bereits kurz nach der Ankunft Immobilien.
Erfahrene Auswanderer empfehlen oft:
- erst verschiedene Regionen kennenzulernen,
- den Alltag auf der Insel zu erleben,
- den Immobilienmarkt besser zu verstehen.
Viele Menschen ändern ihre Vorstellungen nach einigen Monaten deutlich.
Fehler 14: Keine sozialen Kontakte aufbauen
Ein neues Leben bedeutet auch, neue soziale Kontakte aufzubauen.
Menschen, die sich isolieren, fühlen sich oft schneller unwohl.
Hilfreich sind:
- Sportgruppen
- Sprachkurse
- Vereine
- Lokale Veranstaltungen
- Internationale Communities
Fehler 15: Ungeduldig werden
Eine Auswanderung ist ein großer Lebensschritt.
Viele Dinge benötigen Zeit:
- Integration
- Sprache
- Freundschaften
- beruflicher Aufbau
- Alltagsroutine
Wer geduldig bleibt, erlebt die ersten Schwierigkeiten oft deutlich entspannter.
Was erfolgreiche Auswanderer häufig gemeinsam haben
Viele Menschen, die langfristig glücklich auf den Kanaren leben, berichten über ähnliche Erfahrungen:
- Realistische Erwartungen
- Offenheit gegenüber der Kultur
- Geduld
- Finanzielle Vorbereitung
- Flexibilität
- Bereitschaft, Spanisch zu lernen
Diese Faktoren erleichtern das Einleben enorm.
Tipps für eine erfolgreiche Auswanderung
- Die gewünschte Insel vorher intensiv kennenlernen.
- Finanzielle Rücklagen einplanen.
- Spanisch lernen.
- Berufliche Situation vorher klären.
- Geduldig bleiben.
- Offen für kulturelle Unterschiede sein.
- Realistische Erwartungen haben.
Fazit
Die Kanarischen Inseln bieten für viele Menschen hervorragende Bedingungen für ein neues Leben unter südlicher Sonne.
Gleichzeitig bringt eine Auswanderung auch Herausforderungen mit sich. Wer typische Fehler kennt und sich gut vorbereitet, erhöht die Chancen auf einen erfolgreichen Neustart deutlich.
Mit Geduld, realistischer Planung und Offenheit kann das Leben auf den Kanaren für viele Menschen zu einer echten Bereicherung werden.