Fuerteventura plant Ausschreibung für neuen Nahverkehrsvertrag im September auf Gran Canaria (Bus)

Fuerteventura plant Ausschreibung für neuen Nahverkehrsvertrag im September

User avatar placeholder
Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

20 Juli, 2026

Das Cabildo de Fuerteventura bereitet die Veröffentlichung der Ausschreibung für den neuen Vertrag im öffentlichen Personennahverkehr vor. Diese wichtige Weichenstellung ist für September geplant und folgt auf einen langwierigen Verwaltungsprozess, der von technischen Anpassungen und einem Rechtsmittel des derzeitigen Betreibers ALSA geprägt war. Das Gericht wies den Antrag von ALSA auf Aussetzung des Verfahrens ab, sodass die Ausschreibung planmäßig voranschreiten kann.

Hintergrund der Verzögerungen ist eine aktualisierte Wirtschaftlichkeitsprüfung, die die gestiegenen Fahrgastzahlen seit Einführung der kostenlosen Beförderung berücksichtigt. Durch diese Anpassung soll der zukünftige Vertrag wirtschaftlich nachhaltiger gestaltet werden. Die Überprüfung führt zu einem geringeren Kostensatz pro Kilometer im Vergleich zum aktuellen Vertrag, was eine bessere finanzielle Basis für den Nahverkehr auf Fuerteventura schafft.

Parallel zur Vorbereitung der Ausschreibung modernisiert das Cabildo bereits die Fahrzeugflotte. Für das Jahr 2025 ist die Erneuerung von 25 Bussen vorgesehen, davon fünf Neuzugänge. 2026 sollen weitere fünf Fahrzeuge hinzukommen. Zudem wurden kürzlich drei elektrisch betriebene Busse in Dienst gestellt, finanziert durch europäische Next Generation-Fonds, inklusive neuer Ladestationen und Informationsbildschirme an wichtigen Haltestellen wie dem Busbahnhof in Puerto del Rosario und dem Flughafen. Diese Maßnahmen ermöglichen auch die Einführung der Linie 3 Exprés mit erweiterten Haltestellen im Süden der Insel.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Infrastruktur. So wurde im Industriegebiet Antigua nach 23 Jahren Wartezeit eine neue Bushaltestelle errichtet, die den Nutzerinnen und Nutzern Schutz und mehr Sicherheit bietet. Die neue Haltestelle befindet sich in der Nähe großer Einkaufsflächen und schließt eine lange bestehende Lücke an einer vielbefahrenen Straße. Trotz anfänglicher Sicherheitsbedenken der örtlichen Polizei wurde die Haltestelle nach einem positiven Gutachten der Guardia Civil umgesetzt. Der Wechsel in der Gemeindeverwaltung von Antigua führte zu einer veränderten Bewertung der Situation.

Ein ernstes Problem für den öffentlichen Nahverkehr auf der Insel bleibt der Vandalismus. Busse und Haltestellen werden wiederholt beschädigt, was hohe Reparaturkosten verursacht und die öffentlichen Mittel stark belastet. Um dem entgegenzuwirken, sind neu angeschaffte Busse bereits mit Überwachungskameras ausgestattet, die zukünftig in allen Fahrzeugen installiert werden sollen. Diese technische Maßnahme soll als Abschreckung dienen und dazu beitragen, die Schäden zu reduzieren.

Mit der geplanten Ausschreibung und den begleitenden Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur werden die Mobilität und der Nahverkehr auf Fuerteventura spürbar verbessert. Die neuen Rahmenbedingungen und die Modernisierung der Flotte bieten den Fahrgästen mehr Komfort und Sicherheit. Die endgültige Veröffentlichung der Ausschreibung im Herbst wird den nächsten Schritt für einen zukunftsfähigen Busverkehr auf der Insel markieren.

Quelle: lavozdefuerteventura.com
Zum Original

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

Deutschsprachige Kleinanzeigen für alle Kanaren-Inseln: Immobilien, Jobs, Fahrzeuge, Dienstleistungen und mehr – jetzt Angebote entdecken oder kostenlos inserieren.

→ Anzeigen entdecken