Das Universitätskrankenhaus Gran Canaria Dr. Negrín erweitert seine Notaufnahme deutlich. Die Bauarbeiten für die neue, deutlich vergrößerte Notfallstation begannen diese Woche. Künftig stehen 157 Behandlungsplätze zur Verfügung, das sind 47 mehr als bisher. Die Investition beläuft sich auf 790.000 Euro, die Fertigstellung ist noch im Jahr 2026 geplant – rechtzeitig zum erwarteten Anstieg von Atemwegsinfektionen in der kalten Jahreszeit.
Die neue Notaufnahme erstreckt sich über zusätzliche 552 Quadratmeter und umfasst eine Vielzahl neuer Bereiche: Patientenbetten und Sessel, Wartebereiche für Patienten und Angehörige, separate medizinische und pflegerische Untersuchungsräume sowie eine eigene Abteilung für psychiatrische und geriatrische Notfälle. Ergänzt wird das Angebot um eine Medikamentenausgabe und eine Informationsstelle. Die neue Fläche fügt sich nahtlos in die bestehende Notaufnahme ein und verbessert die Nutzung und Organisation der verfügbaren Räumlichkeiten.
Parallel zu der Erweiterung werden auch die Eingangsbereiche der Notaufnahme vergrößert und eine neue Kurzzeitbehandlungszone geschaffen. Diese Maßnahmen sollen die Effizienz im Umgang mit den Patientenströmen erhöhen und die Versorgung insbesondere in Stoßzeiten optimieren. Die baulichen Veränderungen sind Teil eines umfassenden Engagements des Krankenhauses, die Versorgung der wachsenden und alternden Bevölkerung Gran Canarias kontinuierlich zu verbessern.
Die Notaufnahme des Dr. Negrín-Krankenhauses versorgt eine Referenzbevölkerung von über 358.000 Personen ab 14 Jahren. Die demografische Entwicklung zeigt eine steigende Zahl älterer Patienten mit komplexen chronischen Erkrankungen, die eine intensivere und spezialisierte Betreuung benötigen. In den vergangenen zwei Jahren stieg die Zahl der Notfallpatienten um acht Prozent auf rund 100.000 pro Jahr, mit einem jährlichen Zuwachs von etwa 10.000 Patienten. Dieses Wachstum macht den Ausbau der Notaufnahme dringend erforderlich.
Neben baulichen Maßnahmen investiert das Krankenhaus auch in die personelle Ausstattung. Die Ausgaben für das Personal der Notaufnahme betrugen im Jahr 2025 etwa 15 Millionen Euro, für 2026 sind 19 Millionen Euro veranschlagt. Die Belegschaft wurde um zehn Ärzte sowie 21 Pflegekräfte und Assistenzpersonal aufgestockt. Diese personelle Verstärkung soll die gestiegenen Anforderungen in der Patientenversorgung bewältigen und die Qualität der Notfallversorgung sichern.
Der Ausbau der Notaufnahme am Dr. Negrín-Krankenhaus ist ein bedeutender Schritt, um den steigenden medizinischen Bedarf auf Gran Canaria zu decken. Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet dies künftig eine verbesserte, schnellere und qualitativ hochwertigere Notfallversorgung. Das Krankenhaus setzt damit ein klares Zeichen für die Anpassung an die demografischen Herausforderungen und die wachsende Nachfrage im Gesundheitswesen der Inselregion.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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