Das Hospital Universitario de Gran Canaria Doctor Negrín hat kürzlich die IV. Kanarischen Tage der Lungentransplantation veranstaltet. Im Fokus standen die neuesten Entwicklungen in der Lungentransplantation sowie die aktuelle Situation in Spanien. Diese Veranstaltung wurde von der Lungentransplantationsabteilung des Krankenhauses organisiert, unterstützt von der Asociación Canaria de Neumología y Cirugía Torácica (Neumocan), der Sociedad Canaria de Trasplante (SOCAT) und der Fundación Canaria Instituto de Investigación Sanitaria (FIISC).
Ein zentrales Thema der Diskussion war die Reperfusions- und extrakorporale Oxygenierungstechnik, die bei Lungentransplantationen Anwendung findet. Fachleute erörterten auch, wie mit Befunden während der Spenderbewertung umgegangen werden sollte und welche Rolle die Physiotherapie nach einer Lungentransplantation spielt. Die Veranstaltung bot eine Plattform für Experten sowohl aus den Kanaren als auch aus dem restlichen Spanien, um ihre Erfahrungen und Erkenntnisse auszutauschen.
Der regionale Lungentransplantationsprogramm, das 2023 im Hospital Doctor Negrín ins Leben gerufen wurde, ermöglicht es Patienten mit fortgeschrittenen Atemwegserkrankungen auf den Kanaren, ihre Lebensqualität und Lebenserwartung zu verbessern. Vor der Einführung dieses Programms waren viele Patienten gezwungen, für eine Transplantation auf das spanische Festland zu reisen, was oft lange Wartezeiten von über 16 Monaten mit sich brachte. Jetzt können sie die benötigte medizinische Versorgung vor Ort erhalten, was nicht nur den Stress verringert, sondern auch die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung erhöht.
Die Direktorin für Patienten und Chroniker des Servicio Canario de la Salud, Rita Tristancho, betonte die Bedeutung des Programms für die lokalen Patienten. Viele der Organspender stammen aus der eigenen Gemeinschaft, wodurch sich das Profil der Spender verbessert hat. Tristancho erklärte, dass die Koordination mit der nationalen Transplantationsorganisation es ermögliche, den Patienten mehr Lebensmöglichkeiten zu bieten.
Aktuell leiden die meisten Patienten, die am Hospital Doctor Negrín eine Lungentransplantation erhalten haben, an interstitieller Lungenerkrankung (EPID) oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (EPOC). Das Programm ist ein bedeutender Fortschritt für die Gesundheitsversorgung auf den Kanaren, da es nicht nur die medizinische Versorgung verbessert, sondern auch die Lebensqualität der betroffenen Patienten erheblich steigert.
Die IV. Kanarischen Tage der Lungentransplantation haben nicht nur den Austausch von Fachwissen gefördert, sondern auch das Bewusstsein für die Herausforderungen und Chancen in der Lungentransplantationsmedizin auf den Kanaren geschärft. Diese Initiative zeigt, wie wichtig es ist, lokale Ressourcen zu nutzen und die Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung zu optimieren. Die Veranstaltung hat somit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung auf den Kanaren geleistet.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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