Gran Canaria stärkt Palliativversorgung: Über 120 Fachkräfte bei Fachtagung vereint – Leben (Senioren)

Gran Canaria stärkt Palliativversorgung: Über 120 Fachkräfte bei Fachtagung vereint

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

7 Juni, 2026

Mehr als 120 Fachkräfte aus Gesundheitszentren auf Gran Canaria kamen am Donnerstag zu den ersten Fachtagen über Palliativversorgung in der Primärversorgung zusammen. Unter dem Motto „Mehr als heilen: der Wert des Fürsorgens“ diskutierten sie Wege, die Betreuung von Menschen mit fortgeschrittenen und unheilbaren Erkrankungen zu verbessern. Die Veranstaltung fand in der Gesundheitsverwaltung Gran Canarias statt und brachte Expertinnen und Experten aus ganz der Insel zusammen.

Die Direktorin für Assistenzprogramme des Kanarischen Gesundheitsdienstes, Antonia María Pérez, eröffnete die Tagung gemeinsam mit der Ärztlichen Leiterin der Primärversorgung Gran Canarias, Almudena Lorenzo, sowie dem Koordinator für Pflegekoordination, José Luis Marrero. Pérez betonte, dass Palliativversorgung vor allem die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Krankheiten, insbesondere Krebserkrankungen, verbessern soll. Dabei spiele die Nähe der Primärversorgung eine entscheidende Rolle, um eine ganzheitliche und individuelle Betreuung zu gewährleisten, die sowohl die Patienten als auch ihre Angehörigen entlastet.

Das Projekt zur Palliativversorgung gilt als beispielhafte Zusammenarbeit zwischen der Primärversorgung und den beiden Inselkrankenhäusern. Es fördert eine medizinische Ausrichtung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und die Begleitung bis zum Lebensende in den Vordergrund rückt. Seit 2018 verfügt der Kanarische Gesundheitsdienst über eine eigene Palliativstrategie, die eine umfassende, gerechte und menschenwürdige Versorgung von Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen und deren Familien sicherstellen soll. Ein wichtiger Bestandteil der Strategie ist die Förderung der häuslichen Pflege, um die Autonomie der Betroffenen zu respektieren und die Koordination zwischen den verschiedenen Versorgungsebenen zu verbessern.

Antonia María Pérez erläuterte, dass in den vergangenen Jahren auf den Kanarischen Inseln die Identifikation komplexer chronischer Patienten in der Primärversorgung weiterentwickelt wurde. Dies erleichtert es, Menschen zu erkennen, die von palliativer Betreuung profitieren können. Die Fachtage starteten mit einem Vortrag von Marco Gómez Sancho, einem der Gründer und ehemaligen Präsidenten der Spanischen Gesellschaft für Palliativversorgung. Seine Rede mit dem Titel „Wie man lernt zu leben, um besser zu sterben“ setzte einen Impuls für die folgenden Diskussionen.

Im Verlauf der Veranstaltung fanden drei Diskussionsrunden statt. Die erste widmete sich der häuslichen Betreuung am Lebensende, inklusive Kommunikation schwieriger Nachrichten und Modellen für die Palliativpflege zu Hause. Die zweite Runde konzentrierte sich auf Trauerbegleitung und psychologische Unterstützung für Familien, mit Beiträgen von Pflegefachkräften, Psychologen, Psychoonkologen und Krankenhauspflegepersonal. Den Abschluss bildete eine Debatte über Stärken und Schwächen der Primärversorgung in der Palliativbetreuung. Hier tauschten sich Pflegekräfte, Sozialarbeiter und Hausärzte aus verschiedenen Gesundheitszentren sowie Verantwortliche der Gesundheitsverwaltung Gran Canarias aus.

Mit dieser ersten Fachveranstaltung unterstreicht die Primärversorgung auf Gran Canaria ihre zentrale Rolle bei der Entwicklung der Palliativversorgung. Ziel ist es, Patienten und ihre Familien in schweren Krankheitsphasen besser zu begleiten und den Fokus auf Fürsorge, Menschlichkeit und Unterstützung zu legen. Gerade für die vielen Menschen, die auf den Kanarischen Inseln leben, Urlaub machen oder einen Umzug planen, bedeutet dies eine verbesserte medizinische Betreuung in sensiblen Lebenssituationen.

Quelle: laprovincia.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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