Parlament der Kanarischen Inseln verabschiedet Gesetz zu touristischen Gemeinden – Politik (Politiker)

Parlament der Kanarischen Inseln verabschiedet Gesetz zu touristischen Gemeinden

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

9 Juli, 2026

Das Parlament der Kanarischen Inseln hat das Gesetz über touristische Gemeinden endgültig verabschiedet und damit erstmals einen rechtlichen Rahmen für Gemeinden geschaffen, die unter starkem touristischem Druck stehen. Für Urlauber bedeutet dies, dass sich die Verwaltung der stark frequentierten Orte künftig besser an den tatsächlichen Belastungen orientiert. Die neuen Regelungen dürften langfristig auch die Lebensqualität in diesen beliebten Reisezielen verbessern. Bisher haben Gemeinden auf den Kanaren oft Dienstleistungen für eine Bevölkerung bereitstellen müssen, deren Zahl durch Touristen das Zwei- bis Dreifache der registrierten Einwohner erreicht – ohne dass ihre besonderen Bedürfnisse rechtlich anerkannt waren. Das verabschiedete Gesetz definiert nun klar, was einen touristischen Gemeindebezirk ausmacht, legt objektive Kriterien für deren Anerkennung fest und unterscheidet zwischen Gemeinden mit touristischer Exzellenz und solchen mit besonderer Singularität. Diese Differenzierung ermöglicht eine spezifischere und gerechtere Verwaltung der Herausforderungen, die je nach Art des Tourismus unterschiedlich sind – etwa bei Orten mit hoher Hoteldichte gegenüber solchen, deren Attraktivität vor allem in ihrem natürlichen oder kulturellen Erbe liegt. Mario Cabrera González, Abgeordneter des Grupo Nacionalista Canario, betonte, dass das Gesetz nach 31 Jahren Kampf ein wichtiger Schritt zur nachhaltigen Entwicklung des Tourismussektors auf den Kanaren sei. Zwar löst die neue Rechtslage nicht alle Probleme wie Wohnraummangel, Verkehrsbelastung oder Flächenkonkurrenz, doch schafft sie die notwendige juristische Grundlage, um künftig besser auf diese Herausforderungen reagieren zu können. Das Gesetz eröffnet auch neue Möglichkeiten für Finanzierung, Kooperation und Planung in den betroffenen Gemeinden. Es ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der Asociación de Municipios Turísticos de Canarias und der Federación Canaria de Municipios (FECAM), die die tatsächlichen Bedürfnisse vor Ort berücksichtigt. Cabrera unterstrich, dass die Diskussion um ein nachhaltiges Tourismusmodell auf den Kanaren damit nicht abgeschlossen ist. Weitere Anstrengungen werden notwendig sein, etwa bei der Umverteilung der Einnahmen, der Festlegung von Besuchergrenzen, der Raumplanung und dem Schutz der natürlichen Ressourcen. Ziel bleibt, dass touristische Gemeinden lebendige Orte bleiben, in denen Tourismus und Alltag, Handel, Landschaft und lokale Identität in Einklang stehen. Ein dauerhaftes Maß für den Erfolg des Tourismus auf den Kanaren wird sich somit nicht allein an Besucherzahlen, sondern an der Lebensqualität der Einwohner messen lassen.

Quelle: lavozdefuerteventura.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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