Mehr als 400 junge Sportler aus allen acht Kanarischen Inseln trafen sich am vergangenen Samstag zu den XLIII. Kanarischen Schulmeisterschaften, die in Fuerteventura und Teneriffa ausgetragen wurden. Die Wettbewerbe umfassten eine Vielzahl von Disziplinen wie Aquathlon, Segeln, Freiwasserschwimmen, Kajak, traditionelle lateinische Segelboote, Surfen, Bodyboard und Karate. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen von sportlichem Ehrgeiz, Teamgeist und der Förderung des Breitensports im Archipel.
Im Hafen von Puerto del Rosario auf Fuerteventura fanden die meisten Wassersport-Wettkämpfe statt. Die Segelwettbewerbe zogen besonders viel Aufmerksamkeit auf sich: 34 Optimist-Boote aus Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote und La Palma lieferten sich einen engen Wettkampf über vier Rennen. Am Ende setzte sich Gran Canaria an die Spitze, gefolgt von Teneriffa und Lanzarote. Auch die traditionellen lateinischen Segelboote waren mit 30 Teilnehmern aus Fuerteventura, Lanzarote und La Graciosa vertreten. Hier gewann das Boot „Isla de Fuerteventura“ vor den Teams aus La Graciosa und Lanzarote.
Die Kajak-Finals lockten 40 junge Paddler aus den Kategorien Kinder, Jugendliche und Parakanu an die Strände von Los Pozos. Besonders hervorzuheben ist die Integration von Parakanu-Wettbewerben, die die inklusive Ausrichtung der Meisterschaften unterstreicht. Die Siege in den Kinder- und Jugendklassen gingen an Sportler des Clubs Piragüismo Marlines aus Lanzarote, während im Parakanu Iván Turanski und Ana Isabel Cobhan vom Club Amigos del Piragüismo aus Gran Canaria triumphierten.
Die Surf- und Bodyboard-Wettbewerbe in Playa Blanca mussten sich mit kleinen Wellen arrangieren, was den Teilnehmern viel Anpassungsfähigkeit abverlangte. Gran Canaria belegte hier den ersten Platz, gefolgt von Teneriffa und Fuerteventura. Erstmals nahm auch El Hierro teil und erreichte einen beachtlichen vierten Platz. Die übrigen Plätze wurden von La Palma und Lanzarote belegt.
Ein symbolischer Akt eröffnete die Veranstaltung: Vertreter aller Inseln tauschten Sand von ihren Stränden aus, der anschließend in einem Gefäß ins Meer getragen wurde – ein Zeichen der Verbundenheit des Archipels. Den Abschluss bildete ein Staffellauf im Tag-Team-Format, der Laufen im Sand und Surfen kombinierte und so den Teamgeist weiter stärkte.
Der Aquathlon, eine Kombination aus Schwimmen und Laufen, gehörte erneut zu den meistbesetzten Disziplinen. Erstmals wurden auch gemischte Staffelwettbewerbe zwischen den Inseln ausgetragen. In der männlichen Jugendkategorie siegte Enea Cuchetti aus Lanzarote, bei den Mädchen gewann Carla Ruiz aus Gran Canaria. In der Gesamtwertung der gemischten Staffeln setzte sich Gran Canaria vor Lanzarote und Teneriffa durch. Insgesamt gewann Gran Canaria auch die Gesamtwertung der Inseln, vor Lanzarote und Teneriffa. Fuerteventura, La Palma, La Gomera und El Hierro folgten auf den weiteren Plätzen.
Die Freiwasserschwimmwettbewerbe auf der Playa de Los Pozos versammelten rund 100 Kinder aus Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura und La Palma. Die Streckenlängen variierten je nach Altersklasse zwischen 200 und 800 Metern. Gran Canaria dominierte auch hier beide Altersklassen: Bei den Jüngsten belegten Tenerife und Lanzarote die weiteren Podestplätze, bei den Älteren folgten Lanzarote und Teneriffa.
Parallel zu den Wassersportveranstaltungen fanden in Adeje auf Teneriffa die regionalen Karate-Finals statt. Rund 150 Teilnehmer kämpften in den Disziplinen Kata und Kumite um die Medaillen. Der Club Shurite-LK1 aus Teneriffa dominierte das Turnier mit sechs Gold-, vier Silber- und zwei Bronzemedaillen. Auf dem zweiten Platz folgte der Kaizen Karate Club, ebenfalls aus Teneriffa, mit insgesamt sechs Medaillen. Den dritten Platz belegte der Kinamic Karate Club aus Gran Canaria mit zwei Titeln und einer Bronzemedaille.
Die Meisterschaften bestätigen den hohen Stellenwert, den der Schulsport auf den Kanaren genießt. Sie fördern nicht nur den sportlichen Nachwuchs, sondern stärken auch die Gemeinschaft zwischen den Inseln. Für junge Sportler, die auf den Kanaren leben oder hier Urlaub machen, bieten solche Veranstaltungen wertvolle Möglichkeiten zur sportlichen Entwicklung und zum Austausch. Die breite Teilnahme und der inklusive Ansatz, etwa bei den Parakanu-Wettbewerben, zeigen den modernen und integrativen Charakter des kanarischen Sportschulsystems.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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