Das erst seit Kurzem geöffnete Restaurant Guachinche Casa Aguere in La Laguna auf Teneriffa hat Influencern den Zutritt untersagt. Mit einem Schild am Eingang macht die Gastronomie deutlich, dass sie keine kostenlosen Konsumationen mehr akzeptiert, wenn diese nicht mit einem echten Werbewert verbunden sind. Die Betreiber begründen das Verbot damit, dass manche Influencer ausschließlich kostenlose Leistungen in Anspruch nehmen, ohne dem Restaurant einen nachhaltigen Nutzen zu bieten.
In den sozialen Medien kritisiert das Restaurant, dass es heute zwar leicht sei, eine gewisse Reichweite oder Videos zu produzieren, der wahre Wert aber darin liege, eine vertrauenswürdige Community aufzubauen, die den Empfehlungen tatsächlich folgt. Dabei wird zwischen professioneller Inhaltsgestaltung mit Kontinuität und dem bloßen Anspruch auf kostenlose Bewirtung unterschieden. Das Guachinche Casa Aguere lehnt es ab, Influencern Leistungen allein aufgrund ihrer Followerzahlen zu gewähren, wenn diese keine echten Kunden generieren.
Die Maßnahme hat im digitalen Raum eine kontroverse Debatte ausgelöst. Viele Nutzer unterstützen das Restaurant, da sie kostenlose Essensanfragen von Influencern als unangemessen empfinden. Andere kritisieren die Strategie als widersprüchlich, weil das Restaurant während seiner ersten Wochen gezielt Influencer eingeladen hatte, um seine Bekanntheit in der Region zu steigern.
Influencer-Marketing ist auf den Kanarischen Inseln besonders in der Gastronomie verbreitet. Es dient vielen Betrieben als Mittel zur Kundengewinnung und Imagepflege. Gleichzeitig zeigt der Fall des Guachinche Casa Aguere, dass die Qualität und der tatsächliche Werbewert solcher Kooperationen stark variieren können. Für Betriebe stellt sich daher die Herausforderung, zwischen wirkungsvoller Werbung und kostenintensiven Anfragen ohne Gegenleistung abzuwägen.
Für die lokale Gastronomie auf Teneriffa bedeutet das Zutrittsverbot eine klare Haltung gegenüber Influencern, die nur an kostenlosen Leistungen interessiert sind. Die Betreiber setzen damit ein Signal, das auch für den Tourismus auf den Kanaren relevant ist, da authentische Empfehlungen und nachhaltige Kundenbindung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Wie lange die Maßnahme Bestand hat und ob sich diese Praxis auf weitere Gastronomiebetriebe der Insel ausweitet, bleibt abzuwarten.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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