Mehr als 20 Geschäfte an der Avenida de Suecia in Los Cristianos haben sich gemeinsam an das Ayuntamiento de Arona gewandt und fordern eine sofortige Intervention wegen erheblicher Störungen durch eine obdachlose Person. Diese sitzt seit etwa zwei Monaten regelmäßig vor mehreren Geschäften und beeinträchtigt den Geschäftsbetrieb sowie das Image der beliebten Einkaufsstraße. Die andauernde Präsenz führt zu Unbehagen bei Kunden und Touristen und sorgt für zunehmende Konflikte im touristischen Zentrum auf Teneriffa.
Konkret berichten die Händler von einer Person, die täglich vor dem Geschäft Passion Moda Íntima in der Hausnummer 18 verweilt. Dabei entsteht laut den Betreibern nicht nur ein unangenehmer Eindruck, sondern es kommt auch vor, dass Kunden das Geschäft meiden. Zudem lagern vor Ort Reste von Getränken und Müll, was die Sauberkeit der Straße beeinträchtigt und das Erscheinungsbild weiter verschlechtert.
Carlos Delgado, Präsident des örtlichen Handelsverbands, bestätigte das wachsende Unbehagen der Geschäftsleute. Er räumte ein, dass es bereits gelegentliche Einsätze der lokalen Behörden gab, deren Wirkung jedoch nur von kurzer Dauer sei: „Am nächsten Tag ist die Person wieder dort.“ Delgado beschreibt eine zunehmende Unsicherheit in der Gegend, die sich auch in verbalen Auseinandersetzungen mit Kunden und Besuchern zeigt und das touristische Zentrum in ein schlechtes Licht rückt.
Die Händler sehen das Problem nicht nur auf die Avenida de Suecia beschränkt, sondern fordern eine verstärkte Polizeipräsenz im gesamten Strand- und Geschäftsviertel von Los Cristianos. Zudem machen sie auf weitere Schwierigkeiten aufmerksam, wie den illegalen Straßenverkauf von gefälschten Waren, der ebenfalls die Attraktivität der Gegend mindert.
In dem gemeinsamen Schreiben, datiert auf den 29. Juli, verlangen die Geschäftsinhaber die konsequente Umsetzung der kommunalen Sicherheitsverordnung und eine nachhaltige Präsenz der Policía Local. Gleichzeitig betonen sie, dass sie selbst ihren steuerlichen und arbeitsrechtlichen Verpflichtungen nachkommen und erwarten, dass auch die Behörden ihrer Verantwortung gerecht werden. Die Händler bieten ihre Zusammenarbeit an, um gemeinsam eine Lösung für die Situation zu finden.
Die Forderung nach einer schnellen und umfassenden Reaktion der Stadtverwaltung ist ein deutliches Signal, dass die aktuelle Sicherheitslage vor Ort das wirtschaftliche Klima und die Lebensqualität beeinträchtigt. Wie das Ayuntamiento de Arona und die Policía Local darauf reagieren werden, bleibt abzuwarten. Die Händler bleiben jedoch wachsam und haben ihren Appell klar formuliert: Ohne eine verstärkte und nachhaltige Präsenz der Sicherheitskräfte wird sich die Lage nach ihrer Einschätzung nicht verbessern.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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