Hafen Las Palmas holt auf: Wachstum trotz Rückgang bei Algeciras und Valencia auf Gran Canaria (Hafen)

Hafen Las Palmas holt auf: Wachstum trotz Rückgang bei Algeciras und Valencia

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

9 Juni, 2026

Die Hafenanlagen der Provinz Las Palmas verzeichnen im ersten Vierteljahr 2026 ein deutliches Wachstum und nähern sich damit den großen spanischen Seehäfen Valencia und Bahía de Algeciras an, die im selben Zeitraum einen Rückgang beim Warenumschlag hinnehmen mussten. Laut aktuellen Zahlen von Puertos del Estado erhöhte sich der Gesamtumschlag in den Häfen von Las Palmas um 2,7 Prozent auf rund 11,77 Millionen Tonnen. Im Vergleich dazu sanken die Umschlagsmengen in Algeciras und Valencia um 5,1 beziehungsweise 3,3 Prozent.

Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da Algeciras mit 32,23 Millionen Tonnen und Valencia mit 25,77 Millionen Tonnen weiterhin die größten Umschlagshäfen Spaniens bleiben. Dennoch zeigt die positive Entwicklung in Las Palmas, dass die Kanarischen Inseln ihre Position im nationalen Hafenranking stärken. Auch die Häfen von Lanzarote und Fuerteventura konnten Zuwächse verzeichnen, ähnlich wie der Hafen von Barcelona, der um 6 Prozent zulegte und mit 23,89 Millionen Tonnen im Gesamtumschlag ebenfalls zu den Top-Häfen gehört.

Beim Umschlag von allgemeiner Fracht führt Valencia mit 23,31 Millionen Tonnen, verzeichnet allerdings einen Rückgang von 4,4 Prozent. Algeciras folgt mit 21,36 Millionen Tonnen und einem Minus von 2,9 Prozent. Barcelona und Las Palmas konnten hier jeweils um 1,1 beziehungsweise 2,9 Prozent zulegen, wobei Las Palmas mit 7,01 Millionen Tonnen noch deutlich hinter Valencia zurückbleibt.

Besonders eindrucksvoll ist die Entwicklung bei den Kreuzfahrtpassagieren: Die Häfen der Kanarischen Inseln empfingen zwischen Januar und April 2026 insgesamt 2,24 Millionen Kreuzfahrtgäste, das entspricht einem Zuwachs von 21,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein in Las Palmas legten 1,27 Millionen Passagiere an, was einem Plus von 10,2 Prozent entspricht, und in Santa Cruz de Tenerife waren es 976.330 Passagiere, ein Anstieg von 11,6 Prozent. Zum Vergleich: Barcelona konnte seine Passagierzahlen um 6,7 Prozent auf 804.357 steigern, während die Balearen einen dramatischen Rückgang von 42,7 Prozent auf 234.199 Passagiere verzeichneten.

Auch im Bereich des Ro-Ro-Verkehrs (Roll-on/Roll-off) zeigen die Häfen der Kanaren eine positive Entwicklung. Während die führenden Häfen Algeciras, Valencia und die Balearen Rückgänge zwischen 0,3 und 3,1 Prozent verzeichneten, legten Barcelona und Las Palmas um 1,9 beziehungsweise 7,3 Prozent zu. Las Palmas erreichte hier 2 Millionen Tonnen umgeschlagene Ro-Ro-Fracht.

Ein weiterer wichtiger Bereich für die Kanarischen Häfen ist die Versorgungsschifffahrt, die sogenannte Avituallamiento. Trotz eines leichten Rückgangs von 2,8 Prozent auf rund 1 Million Tonnen in den Häfen von Las Palmas, Arrecife und Puerto del Rosario liegt Las Palmas mit dieser Menge weiterhin an der Spitze des spanischen Hafensystems. Algeciras, das früher führend war, fiel mit einem Rückgang von 10,4 Prozent auf 935.204 Tonnen zurück. Santa Cruz de Tenerife und Valencia konnten hingegen Zuwächse von 36,2 beziehungsweise 26,4 Prozent beim Avituallamiento verbuchen.

Die Daten zeigen insgesamt eine Verschiebung im spanischen Hafenmarkt, bei der die Kanarischen Inseln ihre Bedeutung als Knotenpunkt im Atlantik ausbauen. Für Urlauber auf den Kanaren bedeutet das insbesondere eine verbesserte Infrastruktur für Kreuzfahrten und Fährverbindungen. Für Auswanderer und Einheimische kann die positive Hafenentwicklung auch wirtschaftliche Impulse bringen, etwa durch mehr Arbeitsplätze und eine stärkere Anbindung an den internationalen Handel. Auch der wachsende Ro-Ro-Verkehr erleichtert den Transport von Fahrzeugen und Gütern zwischen den Inseln und dem spanischen Festland.

Diese Trends verdeutlichen, dass die Kanarischen Häfen trotz ihrer geografischen Lage im Atlantik zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen und sich als wichtige maritime Drehscheiben im Handel und Tourismus etablieren.

Quelle: laprovincia.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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