Am 7. Juni 2026 gegen 13:10 Uhr alarmierte eine Wanderin im Nationalpark Teide im Gemeindegebiet von La Orotava die Notrufzentrale 112 der Kanarischen Regierung. Die etwa 67 Jahre alte Frau klagte über Symptome der Höhenkrankheit und erlitt einen kurzzeitigen Bewusstseinsverlust. Rettungskräfte reagierten sofort und starteten eine umfassende Rettungsaktion, bei der ein Hubschrauber des Grupo de Emergencias y Salvamento (GES) zum Einsatz kam.
Die erste medizinische Versorgung übernahm das Team der Cruz Roja Española, das mit dem Equipo de Respuesta Inmediata en Emergencias (ERIE) vor Ort war. Parallel dazu wurden weitere Einsatzkräfte alarmiert, darunter der Servicio de Urgencias Canario (SUC) mit einer Basis-Notfallambulanz, die Feuerwehr von Teneriffa, die Guardia Civil, die örtliche Polizei sowie die Förster und Umweltschützer des Cabildo de Tenerife.
Der GES-Hubschrauber evakuierte die Patientin von der unzugänglichen Stelle im Nationalpark und brachte sie zur Helisuperficie in La Guancha. Dort übernahmen die SUC-Mitarbeiter die weitere medizinische Betreuung und transportierten die Frau in das Hospital del Norte. Dort erhielt sie eine umfassende medizinische Untersuchung und Behandlung, um die Folgen der Höhenkrankheit und des Synkops abzuklären und zu behandeln.
Der Nationalpark Teide ist mit seiner hohen Lage und den anspruchsvollen Wanderwegen ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Einheimische. Die dünne Luft in großen Höhen kann jedoch zu gesundheitlichen Problemen wie der Höhenkrankheit führen, insbesondere bei unerfahrenen oder gesundheitlich vorbelasteten Besuchern. Die schnelle Reaktion der Rettungskräfte zeigt, wie wichtig ein gut koordiniertes Notfallmanagement in diesem Gebiet ist.
Für Urlauber und Bewohner auf Teneriffa bedeutet der Vorfall eine Erinnerung daran, die eigenen körperlichen Grenzen zu erkennen und auf Warnzeichen bei Bergtouren zu achten. Ebenso verdeutlicht er die Bedeutung der Notrufnummer 112 und der gut ausgestatteten Rettungsdienste auf den Kanaren. Die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen wie GES, SUC, Feuerwehr, Polizei und Umweltschutzbehörden ermöglicht effektive und schnelle Hilfe in schwer zugänglichen Gebieten.
Insgesamt zeigt der Einsatz am Teide-Nationalpark die Herausforderungen bei Rettungen in hochalpinen Regionen der Kanarischen Inseln. Die Behörden empfehlen Wanderern, ausreichend vorbereitet zu sein, auf das Wetter und die körperliche Verfassung zu achten und sich bei Beschwerden unverzüglich an die Rettungskräfte zu wenden. So lassen sich Unfälle vermeiden oder zumindest schnell und professionell behandeln.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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