Immobilienpreise auf den Kanaren steigen doppelt so stark wie im spanischen Durchschnitt – Wohnen (Mietpreise Steigen)

Immobilienpreise auf den Kanaren steigen doppelt so stark wie im spanischen Durchschnitt

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

23 Juni, 2026

Die Immobilienpreise auf den Kanarischen Inseln wachsen deutlich schneller als im Rest Spaniens. Zwischen 2014 und 2025 stiegen die realen Preise – inflationsbereinigt – um fast 4 Prozent jährlich. Damit verdoppelt sich das Wachstum im Vergleich zum spanischen Durchschnitt von etwa 2 Prozent pro Jahr. Trotz dieses starken Anstiegs liegen die Preise auf den Kanaren noch unter denen in Madrid und auf den Balearen, die die höchsten Zuwächse verzeichnen.

Diese Zahlen stammen aus dem aktuellen Jahresbericht 2025 der spanischen Zentralbank (Banco de España), der am Montag veröffentlicht wurde. Er zeigt auch, dass die Mietpreise auf den Kanaren im gleichen Zeitraum jährlich um rund 1,7 Prozent gestiegen sind. Die Entwicklung führt zu einer erheblichen Belastung für Haushalte, die sich eine Immobilie kaufen oder mieten möchten.

Im Jahr 2024 mussten Bewohner der Kanaren durchschnittlich 6,7 Jahre ihres Nettoeinkommens aufwenden, um eine erste eigene Wohnung zu erwerben. Beim Mieten entfiel rund ein Viertel des Nettoeinkommens (26,4 Prozent) auf die Mietkosten – Werte, die in etwa dem spanischen Durchschnitt entsprechen. Die Berichtsdaten verdeutlichen allerdings große regionale Unterschiede innerhalb der Inselgruppe.

Besonders in den Städten Arrecife auf Lanzarote, Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria steigen die Immobilienpreise deutlich überdurchschnittlich. Diese urbanen Zentren verzeichnen nicht nur höhere Kaufpreise, sondern auch eine steigende Miete, was den finanziellen Druck auf Haushalte dort verstärkt. Trotz der starken Preissteigerungen liegen die Belastungen durch Mieten noch knapp unterhalb der als nachhaltig eingestuften Schwellenwerte.

Ein wichtiger Treiber für die Preisentwicklung ist laut Bericht die Nachfrage von Nicht-Residenten. Im Jahr 2025 machten Käufe durch ausländische oder nicht dauerhaft auf den Kanaren ansässige Käufer 20,3 Prozent aller Immobilienverkäufe in der Provinz Santa Cruz de Tenerife und fast 15 Prozent in der Provinz Las Palmas aus. Diese Anteile liegen deutlich über dem spanischen Durchschnitt von 7,4 Prozent. Zwischen 2007 und 2025 stiegen die Käufe von Nicht-Residenten in Teneriffa und Las Palmas um 12,5 beziehungsweise 7,9 Prozentpunkte.

Zudem spielt der Markt für touristische Mietwohnungen eine besondere Rolle, vor allem in Las Palmas de Gran Canaria. Dort machen Ferienwohnungen 12,9 Prozent des gesamten Mietmarktes in der Stadt und sogar 26,9 Prozent im touristischen Bereich aus. Im Vergleich dazu ist der Anteil touristischer Vermietungen auf Teneriffa deutlich geringer. Dort liegen die Ferienwohnungen mit 9,6 Prozent im städtischen Bereich und 8,2 Prozent in den touristischen Zonen unter dem spanischen Durchschnitt.

Für Bewohner und potenzielle Zuzügler auf den Kanaren bedeutet diese Entwicklung steigende Hürden beim Erwerb und der Anmietung von Wohnraum. Urlauber sollten mit erhöhten Preisen für Unterkünfte rechnen, während Auswanderer und Einheimische verstärkt auf das knappe Angebot reagieren müssen. Die Kombination aus wachsender Nachfrage durch Nicht-Residenten und touristischer Vermietung verschärft die Situation zusätzlich und macht bezahlbaren Wohnraum zu einer immer knapperen Ressource auf den Inseln.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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