Kanaren fordern Erhalt der Sonderförderung im EU-Haushalt – Politik (EU)

Kanaren fordern Erhalt der Sonderförderung im EU-Haushalt

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

5 Juli, 2026

Die kanarische Partei Coalición Canaria (CC) und die Europäische Demokratische Partei (PDE) setzen sich gemeinsam dafür ein, dass die EU-Außengebiete wie die Kanarischen Inseln im kommenden Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union (MFR) weiterhin eine spezielle Behandlung erhalten. Bei einem Treffen am 4. Juli in Santa Cruz de Tenerife betonten sie die Notwendigkeit, die bestehenden Instrumente zur Unterstützung dieser Regionen zu bewahren, da diese für die wirtschaftliche Entwicklung und strategische Bedeutung der Außengebiete unverzichtbar sind.

Fernando Clavijo, nationaler Sekretär von CC und Vizepräsident der PDE, wies darauf hin, dass die Kanaren trotz ihrer Einzigartigkeit ein integraler Teil Europas sind. Er äußerte Besorgnis über geplante Reformen des EU-Haushalts, die die bisherige finanzielle und politische Sonderstellung der Außengebiete verwässern könnten. Dies würde nicht nur die langjährige politische Anerkennung dieser Regionen infrage stellen, sondern auch wichtige Bereiche wie Landwirtschaft, Fischerei, Emissionsmanagement und Verkehr negativ beeinflussen.

Sandro Gozi, Generalsekretär der PDE, hob hervor, dass die Debatte über den künftigen EU-Haushalt über die reine Mittelverteilung hinausgehe. Die Gestaltung des MFR entscheide darüber, wie Europa in den kommenden Jahren aufgestellt sei. Er warnte vor einer übermäßigen Zentralisierung und plädierte für differenzierte Politiken, die den besonderen Anforderungen der Außengebiete gerecht werden. Zudem unterstrich er die geopolitische Relevanz dieser Regionen als strategische Plattformen für die europäische Präsenz in Bereichen wie maritime Sicherheit, Biodiversität sowie die Beziehungen zu Afrika und Amerika.

Vertreter aus Politik und Wissenschaft, darunter Narvay Quintero, Landwirtschafts- und Fischereiberater der Kanarischen Inseln, äußerten ebenfalls Befürchtungen, dass die Reformen des EU-Haushalts die Bewältigung zentraler Herausforderungen erschweren könnten. Insbesondere die Sektoren Landwirtschaft und Fischerei sowie das Emissionsmanagement und der Verkehr seien für die Entwicklung der Außengebiete von entscheidender Bedeutung.

Oihane Agirregoitia, Europaabgeordnete der Baskischen Nationalistischen Partei, kritisierte den neuen EU-Finanzrahmen scharf und kündigte an, sich für die Stabilität der für die Kanaren und ähnliche Regionen wichtigen Fördermittel einzusetzen. Sie sprach zudem Bedenken hinsichtlich eines Migrationspakts aus, der ihrer Ansicht nach Menschenrechte verletze, und hob die Zusammenarbeit zwischen den Regierungen der Basken und der Kanaren bei der Bewältigung der Herausforderungen an den Außengrenzen hervor.

Die Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen sind ein entscheidender Schritt, der die finanzielle Ausstattung und politische Anerkennung der EU-Außengebiete wie der Kanarischen Inseln für die kommenden Jahre festlegen wird. Die Forderungen von CC und PDE machen deutlich, dass die Kanaren ihre Sonderstellung nicht nur als finanzielle Unterstützung, sondern auch als politische Realität erhalten wollen. Das Treffen am 4. Juli markiert einen wichtigen Meilenstein im Ringen um diese Belange.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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