Die Regierung von Kanaren hat in Zusammenarbeit mit der Kommission für Flüchtlingshilfe (CEAR) eine Informationsveranstaltung zur außergewöhnlichen Regularisierung von Migranten durchgeführt. Am 23. April 2023 versammelten sich fast 100 Teilnehmer im Edificio Múltiples II in Santa Cruz de Tenerife, um sich über die Anforderungen und Abläufe des Regularisierungsprozesses zu informieren. Eine weitere Sitzung ist für den 27. April in Gran Canaria geplant, gefolgt von einer Online-Veranstaltung am 29. April, die bereits über 500 Anmeldungen verzeichnete.
Elisabet Santana, Direktorin der Abteilung für soziale Dienste und Einwanderung, betonte, dass die kanarische Regierung trotz fehlender Zuständigkeit im Ausländerrecht aktiv wird, um den betroffenen Personen Unterstützung zu bieten. Sie kritisierte die spanische Regierung dafür, dass sie die autonomen Gemeinschaften nicht in den Regularisierungsprozess einbezogen hat, was die öffentlichen Dienste stark belastet. Santana forderte eine bessere Koordination und Information zwischen den verschiedenen Akteuren, um die Situation der Migranten zu verbessern.
Ein zentrales Thema der Veranstaltung war das sogenannte „Zertifikat der Vulnerabilität“, das für viele Migranten erforderlich ist. Juan Carlos Lorenzo von CEAR wies darauf hin, dass viele Personen, die sich an die Organisation wenden, bereits die notwendigen Dokumente besitzen, jedoch oft das Zertifikat fehlt. Er erläuterte, dass nicht alle Migranten dieses Dokument benötigen, insbesondere nicht solche, die Asyl beantragt haben oder bereits eine Arbeitsstelle haben.
Die kanarische Regierung plant, weitere Informationsangebote zu schaffen und die bestehenden Ressourcen auf ihrer Website zu aktualisieren, um den Migranten den Zugang zu Informationen zu erleichtern. Die Webseite bietet Informationen in 16 Sprachen und listet alle registrierten Organisationen auf, die Unterstützung anbieten.
Quelle: Gobierno de Canarias – Noticias
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