Kanaren informieren über Verfahren zur Migrantenregulierung – Leben (Jugendliche Migranten)

Kanaren informieren über Verfahren zur Migrantenregulierung

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

25 April, 2026

Die Regierung der Kanaren hat in einer wichtigen Initiative, die Migranten und deren rechtliche Situation in den Fokus rückt, am 23. April 2023 eine Informationsveranstaltung zur außergewöhnlichen Regularisierung von Migranten durchgeführt. In Santa Cruz de Tenerife kamen fast 100 Teilnehmer zusammen, um sich über die Anforderungen und Abläufe des Regularisierungsprozesses zu informieren. Dieses Engagement der kanarischen Behörden ist besonders relevant, da die Inseln in den letzten Jahren einen Anstieg von Migranten verzeichnen, die auf der Suche nach einem besseren Leben sind. Eine weitere Informationssitzung ist für den 27. April in Gran Canaria geplant, und die anstehende Online-Veranstaltung am 29. April hat bereits über 500 Anmeldungen verzeichnet. Dies zeigt das große Interesse und den Informationsbedarf, der in der Gemeinschaft herrscht.

Elisabet Santana, Direktorin der Abteilung für soziale Dienste und Einwanderung, unterstrich in ihrer Ansprache die Verantwortung der kanarischen Regierung, auch wenn sie im Ausländerrecht nicht die letzte Instanz ist. Sie kritisierte die spanische Regierung scharf dafür, dass sie die autonomen Gemeinschaften nicht in den Regularisierungsprozess einbezieht. Diese Missachtung führt dazu, dass die öffentlichen Dienste auf den Kanaren stark belastet werden. Für die deutschsprachige Gemeinschaft auf den Kanaren, die oft in touristischen Berufen tätig ist, könnte eine unzureichende Unterstützung für Migranten auch indirekte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die lokale Wirtschaft haben. Santana forderte daher eine bessere Koordination und Informationsweitergabe zwischen den verschiedenen Akteuren, um die Lage der Migranten nachhaltig zu verbessern.

Ein zentrales Thema der Veranstaltung war das sogenannte „Zertifikat der Vulnerabilität“. Juan Carlos Lorenzo von CEAR erklärte, dass viele Migranten, die sich an die Organisation wenden, bereits die notwendigen Dokumente besitzen, aber oft das entscheidende Zertifikat fehlt. Dies kann für viele eine Hürde darstellen, da nicht alle Migranten dieses Dokument benötigen. Besonders betroffen sind jene, die Asyl beantragt haben oder bereits eine Arbeitsstelle gefunden haben. Für die deutschen Leser auf den Kanaren ist dies von Bedeutung, da ein besseres Verständnis der Regularisierungsprozesse auch dazu beiträgt, das soziale Miteinander zu fördern und Vorurteile abzubauen.

Die kanarische Regierung plant, ihr Engagement fortzusetzen und weitere Informationsangebote zu schaffen. Die bestehende Webseite wird aktualisiert, um den Migranten den Zugang zu Informationen zu erleichtern. Diese Webseite bietet bereits Informationen in 16 Sprachen und listet alle registrierten Organisationen auf, die Unterstützung anbieten. Dies ist besonders wichtig in einer multikulturellen Gesellschaft, in der viele verschiedene Sprachen und Kulturen aufeinandertreffen.

Für die deutschsprachige Bevölkerung auf den Kanaren bedeutet dies, dass sie sich nicht nur über die rechtlichen Rahmenbedingungen informieren können, sondern auch aktiv in den Integrationsprozess eingebunden werden. Die Förderung von Verständnis und Unterstützung kann dazu beitragen, dass Migranten besser integriert werden und die Gesellschaft insgesamt von einem harmonischen Miteinander profitiert.

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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