Kanaren stärken Zusammenarbeit bei medizinischer Notfallversorgung von Migranten – Leben (Jugendliche Migranten)

Kanaren stärken Zusammenarbeit bei medizinischer Notfallversorgung von Migranten

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

18 Juni, 2026

Teneriffa hat sich kürzlich als Treffpunkt für wichtige Gespräche zur medizinischen Erstversorgung von Migranten etabliert. Im Hafen von Puerto de la Cruz fanden die autonomen Tage zur Ersten Notfallreaktion für Migranten (PREPI) statt, organisiert von der Cruz Roja. Im Mittelpunkt stand die Rolle der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen bei der medizinischen Betreuung von Menschen, die nach oft tagelanger Überfahrt die Kanarischen Inseln erreichen.

Die Direktorin des Kanarischen Notfalldienstes (Servicio de Urgencias Canario, SUC), Noemí González, hob während der Veranstaltung hervor, dass die Koordination zwischen den beteiligten Behörden und Organisationen essenziell ist. Die medizinische Versorgung beginnt bereits, wenn die Boote mit Migranten in Sichtweite der Inseln sind und setzt sich bis zur Übergabe der Betroffenen an die Temporären Aufnahmezentren für Ausländer (CATE) fort. Dabei könne keine einzelne Institution den gesamten Prozess allein bewältigen – eine gemeinsame Reaktion sei unerlässlich.

Die Kanarischen Inseln stellen für Europa eine besondere Herausforderung dar. Als südliche Außengrenze Europas sind sie das Ziel einer der gefährlichsten Migrationsrouten. Viele der Ankommenden haben nach der Überfahrt nicht nur körperliche Verletzungen oder Erkrankungen, sondern leiden auch unter schweren psychischen Belastungen. González bezeichnete die Situation als eine humanitäre Katastrophe, bei der die Patienten häufig mit unsichtbaren, aber tiefgreifenden Traumata ankommen, die sich nicht allein durch medizinische Geräte erfassen lassen.

Die medizinische Erstversorgung findet direkt am Ankunftsort statt, also an den Kais der jeweiligen Inseln. Dabei unterscheiden sich die Ressourcen je nach Hafen und Insel, was den SUC vor die Herausforderung stellt, die medizinische Hilfe flexibel und bedarfsgerecht bereitzustellen. Die Verantwortlichen setzen alles daran, dass die Qualität der Versorgung nicht von der geografischen Lage abhängt. Das Ziel lautet: Gleichberechtigte Behandlung für alle, unabhängig davon, wo die Betroffenen an Land gehen.

Die Bedeutung der interinstitutionellen Zusammenarbeit wurde mehrfach betont. Von der Küstenwache und Seenotrettung, die die Boote lokalisieren und an Land bringen, über die Notfalldienste, die direkt vor Ort medizinisch eingreifen, bis zu den Betreuungszentren, die die weitere Versorgung sicherstellen – alle Akteure müssen Hand in Hand arbeiten. Diese Vernetzung ermöglicht eine schnelle, effektive und menschenwürdige Versorgung der Migranten.

Für Einwohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet dies, dass die Inseln sich intensiv auf diese humanitären Herausforderungen einstellen. Die Behörden investieren in die Notfallinfrastruktur und Schulungen, um auf die Ankünfte vorbereitet zu sein. Für Reisende kann dies gelegentlich zu verstärkten Kontrollen oder Einsätzen am Hafen führen, die jedoch der Sicherheit und dem Schutz der Gesundheit aller dienen.

Die PREPI-Tage auf Teneriffa zeigen, wie wichtig es ist, die medizinische Versorgung von Migranten als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu betrachten. Die Kanarischen Inseln stehen dabei im Mittelpunkt einer komplexen europäischen Migrationsdynamik. Die enge Zusammenarbeit der Institutionen vor Ort ist das Rückgrat, um dieser Herausforderung gerecht zu werden und Menschen in Not schnell und angemessen zu helfen.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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