Kanaren starten Jobbeschleuniger für Hightech-Branchen gegen Fachkräftemangel – Politik (Gobierno Canarias)

Kanaren starten Jobbeschleuniger für Hightech-Branchen gegen Fachkräftemangel

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

7 Juni, 2026

Die kanarische Regierung reagiert auf den wachsenden Fachkräftemangel in Schlüsselbranchen mit einer neuen Initiative: Manuel Domínguez, Vizepräsident der Regierung und Wirtschaftsminister der Kanarischen Inseln, kündigte in der vergangenen Woche die Einführung einer „Beschleunigerstelle für Arbeitsmarktintegration“ an. Dieses neue Instrument soll die Lücke zwischen Ausbildung und Beschäftigung verringern und gezielt offene Stellen in produktiven und wertschöpfungsstarken Sektoren wie Industrie und Bauwesen besetzen.

Domínguez machte deutlich, dass die Hauptschwierigkeit bei der Besetzung offener Stellen darin liege, dass Ausbildungsangebote und Arbeitsmarkt nicht ausreichend aufeinander abgestimmt sind. „Wir haben lange Zeit Menschen für Berufe ausgebildet, die entweder nicht mehr existieren oder bereits vollständig besetzt sind“, sagte der Minister. Die neue Beschleunigerstelle soll genau dort ansetzen und die Verbindung zwischen Bildungsangeboten und den realen Bedarfen der Wirtschaft verbessern.

Im Fokus stehen dabei vor allem zukunftsträchtige Branchen mit hohem Mehrwert. Der Minister hob den Beitrag der Universitäten und der beruflichen Bildung hervor und verwies auf den Ausbau der beruflichen Ausbildung mit 184 neuen Ausbildungszyklen in der laufenden Legislaturperiode. Ziel ist es, die Ausbildungsprofile besser auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes abzustimmen und so nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Kooperation mit Unternehmen. Domínguez betonte, dass die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft entscheidend sei, um die Ausbildungsinhalte praxisnah und marktorientiert zu gestalten. Beispielsweise wurden bereits Vereinbarungen mit der Industrie und dem Baugewerbe getroffen, um den Bedarf an Fachkräften besser zu bedienen. Die Strategie der Regierung kombiniert Bildungsplanung, Modernisierung der beruflichen Ausbildung, enge Partnerschaften mit dem Unternehmenssektor sowie neue Instrumente wie die beschleunigte Vermittlung.

Darüber hinaus verwies der Minister auf den Kanarischen Produktivitätsrat, ein Gremium aus Sozialpartnern, Unternehmerverbänden, Gewerkschaften und Hochschulen, das eine gemeinsame Politik zur Steigerung der Produktivität auf den Inseln entwickelt. Der Rat hat bereits drei Sitzungen abgehalten und wird am 1. Juli einen ersten Bericht vorlegen, der eine realistische Darstellung der Gesamtproduktivität der Kanaren bietet und als Grundlage für weitere Maßnahmen dient.

Neben der Arbeitsmarktinitiative berichtete Domínguez auch über den Stand des Programms „Bonos Consumo Archipiélago“, das im April gestartet wurde. Dieses Förderprogramm will den lokalen Handel stärken, indem es Konsumenten Anreize gibt, bei kleinen Geschäften einzukaufen. Bereits wurden 4,2 von insgesamt 4,8 Millionen Euro an Gutscheinen eingelöst, und rund 80.000 Gutscheine sind bei mehr als 2.800 teilnehmenden Geschäften in der Region genutzt worden. Die Kampagne läuft noch bis Ende Juni und soll die Verbindung zwischen Verbrauchern und lokalen Händlern weiter fördern.

Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet die neue Arbeitsmarktbeschleunigung eine verbesserte Perspektive auf stabile Jobs in zukunftsträchtigen Branchen. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von besser qualifizierten Fachkräften, was die wirtschaftliche Entwicklung der Inseln stärken kann. Die engere Verzahnung von Ausbildung und Beschäftigung ist ein wichtiger Schritt, um den anhaltenden Fachkräftemangel zu bekämpfen und die Wettbewerbsfähigkeit der Kanaren zu erhöhen.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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