Studie zeigt: Digitale Nutzung prägt das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen auf den Kanaren in Ferien Schule (Schule)

Studie zeigt: Digitale Nutzung prägt das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen auf den Kanaren

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

15 Juli, 2026

Mehr als 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse auf den Kanarischen Inseln besitzen bereits ein eigenes Handy, und nahezu alle Jugendlichen nutzen mindestens ein soziales Netzwerk. Trotz der Chancen, die Technik bietet, zeigen sich auch Herausforderungen: Rund ein Fünftel der Befragten leidet unter emotionalen Belastungen, und mehr als ein Drittel der Jugendlichen mit Beziehungserfahrung berichtet von digitalen Formen der Gewalt. Diese Erkenntnisse liefert eine aktuelle Untersuchung, die von der kanarischen Bildungsbehörde und UNICEF gemeinsam vorgestellt wurde. Basis der Studie sind Antworten von 1.460 Schülerinnen und Schülern aus siebzehn Schulen im Archipel.

Die Studie beleuchtet die digitalen Gewohnheiten, das emotionale Wohlbefinden sowie mögliche Risiken im Umgang mit Technologie unter Kindern und Jugendlichen. Die Ergebnisse sind für die Bildungspolitik von zentraler Bedeutung, um präventive Maßnahmen und Bildungsangebote gezielt weiterzuentwickeln. So wurde Anfang 2024 auf den Kanaren die Nutzung von Mobilgeräten in öffentlichen Schulen restriktiver geregelt, um das Lernklima zu verbessern und einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu fördern.

Neben der Regulierung in Schulen wird künftig auch die emotionale Unterstützung der Schülerinnen und Schüler ausgebaut. Ab dem nächsten Schuljahr sollen beispielsweise Psychologen in den Einrichtungen verstärkt präsent sein, um das seelische Wohlbefinden zu stärken. Zusätzlich sind Programme zur sexuellen Bildung, zur Prävention von Mobbing und suizidalen Tendenzen geplant, die auf den Erkenntnissen der Studie aufbauen.

Die Untersuchung hebt zudem die wichtige Rolle der Familien hervor. Mehr als die Hälfte der Eltern spricht regelmäßig mit ihren Kindern über Internetgefahren. Einfache Regeln wie das Vermeiden der Handynutzung bei gemeinsamen Mahlzeiten oder das Verbot von Geräten im Schlafzimmer können problematische Nutzungsformen und riskantes Verhalten im Netz verringern.

Diese Forschung ist Ergebnis einer Kooperation zwischen UNICEF Spanien, der Universität Santiago de Compostela, dem Nationalen Observatorium für Technologie und Gesellschaft sowie der kanarischen Bildungsverwaltung. Sie bietet eine fundierte Grundlage, um gemeinsam mit Schulen, Familien und der Gesellschaft die digitale Welt für junge Menschen auf den Kanaren sicherer und gesünder zu gestalten. Die nächsten Schritte beinhalten die Umsetzung der geplanten Bildungsinitiativen und eine kontinuierliche Beobachtung der Entwicklung des digitalen Wohlbefindens in den kommenden Jahren.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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