Die Regierung der Kanaren hat die Anpassung der Tunnel Adolfo Cañas und Piedra Santa auf der GC-1 in Gran Canaria an die europäische Richtlinie 2004/54/CE beschlossen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Sicherheitsstandards der beiden Tunnel zu erhöhen.
Das Wichtigste in Kürze
- Betroffene Tunnel: Adolfo Cañas und Piedra Santa auf der GC-1
- Gesamtkosten: 8.915.909,97 Euro inklusive IGIC
- Neue Sicherheitsmaßnahmen: Evakuierungsgalerie, Wasserdepot, Brandschutzsysteme
- Technische Upgrades: LED-Beleuchtung, neue Ventilationssysteme
Unsere Einordnung
Für Autofahrer bedeutet das Projekt zunächst eine mögliche Baustellenphase auf einer wichtigen Zufahrt nach Las Palmas de Gran Canaria. Langfristig geht es jedoch vor allem um die Sicherheit bei schweren Zwischenfällen im Tunnel. Besonders die neue Evakuierungsgalerie ist dabei entscheidend: Bei einem Brand müssen Menschen nicht mehr ausschließlich über die Fahrbahn und die Tunnelportale flüchten, sondern erhalten zusätzliche geschützte Fluchtmöglichkeiten. Da die Tunnel bereits seit 1999 in Betrieb sind, werden gleichzeitig Beleuchtung, Belüftung, Energieversorgung und Brandschutz auf einen moderneren technischen Stand gebracht. Konkrete Verkehrsmaßnahmen während der rund 15-monatigen Bauzeit wurden bislang noch nicht veröffentlicht.
Müssen Autofahrer mit Behinderungen rechnen?
Da die Arbeiten an bestehenden Tunneln der GC-1 durchgeführt werden, können während der rund 15-monatigen Bauphase zeitweise Verkehrsmaßnahmen erforderlich werden. Welche Fahrspuren betroffen sein werden und ob Arbeiten oder Sperrungen überwiegend nachts erfolgen, hat die Regierung bislang jedoch noch nicht bekannt gegeben. Autofahrer sollten deshalb insbesondere nach Beginn der Arbeiten auf kurzfristige Verkehrshinweise für die GC-1 achten.
Details zur Anpassung der Tunnel
Die Anpassungen umfassen den Bau einer 774 Meter langen Evakuierungsgalerie im Tunnel Adolfo Cañas mit zwei Notausgängen. Diese Maßnahme soll die Sicherheit im Brandfall erhöhen.
Technische Verbesserungen
Beide Tunnel erhalten eine umfassende Erneuerung der Energie-, Beleuchtungs- und Belüftungssysteme. Dazu gehören die Installation von LED-Leuchten und neuen Ventilationssystemen, um die Energieeffizienz zu steigern.
Erhöhte Sicherheitsstandards
Die Maßnahmen beinhalten auch die Installation von Brandschutzsystemen und Notfallkommunikationsmitteln. Diese sollen die Sicherheit der Nutzer im Falle eines Unfalls oder einer Panne gewährleisten.
Für die Modernisierung der beiden Tunnel ist eine Bauzeit von rund 15 Monaten vorgesehen. Einen konkreten Termin für den Beginn der Arbeiten hat die kanarische Regierung mit der endgültigen Vergabe noch nicht bekannt gegeben. Die Arbeiten wurden am 23. September 2026 vergeben. Wann die Baustelleneinrichtung beginnt und ab wann Autofahrer mit Einschränkungen rechnen müssen, bleibt daher zunächst offen.
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Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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