Kanaren verstärken Schutz und Digitalisierung der Meeresschutzgebiete mit Fischerbeteiligung – Arbeit (Fischerboot)

Kanaren verstärken Schutz und Digitalisierung der Meeresschutzgebiete mit Fischerbeteiligung

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

23 Juli, 2026

Die kanarische Regierung und der spanische Staat haben bei einem Treffen mit Fischern auf La Graciosa die bedeutende Rolle der Fischer für den Erfolg der Meeresschutzgebiete gewürdigt und gleichzeitig neue Schulungen sowie eine verstärkte Überwachung gegen Wilderei angekündigt. Die Begegnung fand im Rahmen der Feierlichkeiten zu den Jubiläen der drei Meeresschutzgebiete der Kanaren statt, zu denen auch die Reserva Marina de La Graciosa gehört, das größte Schutzgebiet Spaniens mit mehr als 70.700 Hektar.

Die Schutzgebiete bestehen seit über 25 Jahren und haben sich als wichtige Instrumente herausgestellt, um Fischbestände zu regenerieren und die traditionelle handwerkliche Fischerei zu erhalten. Die vermehrte Zahl und Vielfalt der Fischarten innerhalb der Reservate, größere Fische und bessere Fangquoten pro Aufwand belegen den Erfolg dieser Schutzmaßnahmen. Das wirkt sich positiv auf die wirtschaftliche Rentabilität der Fischer aus und trägt zur Stabilität der Flotte in Häfen wie Órzola bei.

Kanaren-Agrarminister Narvay Quintero hob hervor, dass die Schutzgebiete aus der Initiative und dem Engagement der Fischer selbst entstanden sind. Er unterstrich die enge Kooperation zwischen dem Gobierno de Canarias und dem spanischen Landwirtschaftsministerium, die gemeinsam für Infrastruktur, technische Mittel und Fachpersonal sorgen, um Kontrolle, Überwachung und wissenschaftliche Begleitung zu gewährleisten. Diese Zusammenarbeit ist entscheidend, um den Schutz der Ressourcen mit der Fortführung der Fischerei in Einklang zu bringen.

Im Zuge des Treffens kündigten die Behörden neue Schulungsangebote an, um den Fischern den Umgang mit einer neuen digitalen Kontrollanwendung zu erleichtern. Diese App soll die nachhaltige Bewirtschaftung der Schutzgebiete unterstützen, ohne die Praxis der handwerklichen Fischerei zu behindern. Minister Luis Planas sicherte zu, dass der Dialog mit dem Sektor fortgeführt wird, um mögliche Probleme beim Einsatz der neuen Technik schnell zu lösen.

Um die Bekämpfung von Wilderei zu verstärken, wird die Überwachung der Reserva Marina de La Graciosa durch eine moderne neue Patrouillenbootseinheit ausgebaut. Damit sollen illegale Fischereiaktivitäten effektiver kontrolliert und die Erhaltung der Fischbestände gesichert werden. Quintero betonte, dass neben dem wissenschaftlichen Monitoring auch die tägliche Erfahrung der Fischer eine wichtige Grundlage für die Schutzgebietsverwaltung bildet.

Parallel dazu arbeitet die kanarische Regierung an der Erweiterung des Netzes von Meeresschutzgebieten durch weitere Studien und technische Vorbereitungen. Die nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen soll so langfristig gesichert und die handwerkliche Fischerei als regionaler Wirtschaftsfaktor gestärkt werden. Für die Fischer auf La Graciosa und den umliegenden Inseln bedeutet das fortgesetzte Unterstützung und neue Möglichkeiten, ihre Arbeit im Einklang mit dem Naturschutz auszuführen.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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