Kanaren verzeichnen 17,7 % mehr Todesfälle durch Atemwegserkrankungen 2025 – Gesundheit (Fallback Gesundheit)

Kanaren verzeichnen 17,7 % mehr Todesfälle durch Atemwegserkrankungen 2025

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

1 Juli, 2026

Die Kanarischen Inseln meldeten im Jahr 2025 insgesamt 18.333 Todesfälle, was einen Anstieg von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Das geht aus vorläufigen Daten des Nationalen Statistikinstituts (INE) hervor, die die Ursachen der Sterbefälle aufschlüsseln. Besonders auffällig ist der starke Anstieg bei den Todesfällen durch Atemwegserkrankungen, die um 17,7 Prozent im Vergleich zu 2024 zulegten. Damit gehören diese Krankheiten zu den am schnellsten wachsenden Todesursachen auf dem Archipel.

Die führenden Todesursachen auf den Kanaren bleiben Tumorerkrankungen und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. So wurden 2025 insgesamt 4.892 Todesfälle durch Tumore registriert, ein leichter Anstieg von 0,6 Prozent, während 4.533 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen starben, was einem Plus von 3,6 Prozent entspricht. Die Atemwegserkrankungen verursachten 2.898 Todesfälle und festigen damit ihren Platz als dritthäufigste Todesursache auf den Inseln.

Zu den Atemwegserkrankungen zählen unter anderem Pneumonien, chronische Erkrankungen der Atemwege und weitere Krankheiten, die das Atmungssystem betreffen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie Patienten mit Vorerkrankungen. Der Zuwachs von 17,7 Prozent auf den Kanaren liegt deutlich über dem landesweiten Anstieg von 9 Prozent. Insgesamt machten Atemwegserkrankungen in Spanien 12,4 Prozent aller Todesfälle aus.

Neben den Atemwegserkrankungen stiegen auf den Kanaren auch die Todesfälle durch Erkrankungen des Nervensystems um 7,7 Prozent auf 850 und durch Erkrankungen des Verdauungssystems um 1,7 Prozent auf 938 an. Trotz dieser Zuwächse dominieren Tumore und Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiterhin die Sterblichkeitsstatistik der Inseln. In Spanien insgesamt waren Tumore mit 235,4 Todesfällen pro 100.000 Einwohner erneut die häufigste natürliche Todesursache, gefolgt von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 230 Todesfällen pro 100.000 Einwohner.

Die Gesamtzahl der Todesfälle in Spanien stieg 2025 auf 441.270, gegenüber 433.527 im Jahr 2024. Davon entfielen 222.711 auf Männer und 218.559 auf Frauen. Die rohe Sterberate lag bei 894,1 Todesfällen pro 100.000 Einwohner, mit höheren Werten bei Männern (919,7) als bei Frauen (869,4). Natürliche Todesursachen machten 95,7 Prozent aller Fälle aus, während 4,3 Prozent auf äußere Ursachen zurückzuführen waren.

Im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren ischämische Herzkrankheiten mit 26.711 Todesfällen die häufigste spezifische Todesursache, obwohl diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent sank. Schlaganfälle folgten mit 22.341 Todesfällen und einem Rückgang von 2,4 Prozent. Bei den Tumoren waren Lungen- und Bronchialkrebs mit 23.479 Todesfällen am häufigsten, gefolgt von Darmkrebs mit 10.610 Fällen. Beide Krebsarten verzeichneten leichte Zuwächse von 0,9 beziehungsweise 1,5 Prozent.

Die größte Zunahme bei den häufigsten Todesursachen zeigte sich bei Pneumonien mit einem Plus von 8,5 Prozent und bei Nierenversagen mit 5,1 Prozent. Im Gegensatz dazu sanken die Todesfälle durch Diabetes mellitus um 3,4 Prozent und durch Schlaganfälle. Geschlechtsspezifisch waren bei Männern Herzkrankheiten, Lungenkrebs und Schlaganfälle die häufigsten Todesursachen, während bei Frauen Demenz, Schlaganfälle und Herzinsuffizienz vorne lagen.

Auch die Todesfälle durch äußere Ursachen, wie Unfälle, nahmen in Spanien zu. 2025 wurden 19.042 solcher Fälle registriert, 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Männer waren mit 11.992 Fällen stärker betroffen als Frauen mit 7.050 Fällen. Stürze blieben mit 4.814 Todesfällen die häufigste externe Todesursache und verzeichneten einen Anstieg von 8,2 Prozent.

Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren zeigen diese Zahlen die anhaltende Bedeutung von Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen als Haupttodesursachen. Gleichzeitig weist der starke Anstieg der Atemwegserkrankungen auf eine wachsende gesundheitliche Herausforderung hin, die insbesondere ältere Menschen und chronisch Kranke betrifft. Die Verwendung von Schutzmaßnahmen wie Masken könnte helfen, die Ausbreitung solcher Krankheiten zu reduzieren und so die Sterberate in Zukunft zu senken.

Quelle: laprovincia.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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