Die Kanarische Gemeinschaft hat eine vorbeugende kurzfristige Kreditlinie von bis zu 300 Millionen Euro beantragt, um ihre Liquiditätssteuerung angesichts der Rückkehr zu normalen Finanzierungsbedingungen nach den umfangreichen EU-Fördermitteln zu optimieren. Diese Maßnahme soll insbesondere die saisonalen Schwankungen im Zahlungsverkehr im zweiten Halbjahr ausgleichen und die Zahlungsfähigkeit gegenüber Lieferanten sicherstellen. Die Finanzministerin Matilde Asián betont, dass solche Kreditlinien eine übliche Praxis unter den autonomen Regionen Spaniens darstellen, um Ein- und Auszahlungen effizient zu koordinieren. Nach einer Phase hoher Liquidität, die vor allem durch den Mecanismo de Recuperación y Resiliencia (MRR) der Europäischen Union gewährleistet wurde, normalisieren sich die Zahlungsbestände der Kanarischen Gemeinschaft nun wieder. Die beantragte Kreditlinie dient als flexibles Instrument, um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu vermeiden, ohne dabei die finanzielle Solvenz der Region zu beeinträchtigen. Parallel dazu hat die Gemeinschaft im Juni eine erfolgreiche nachhaltige Anleiheemission über 500 Millionen Euro durchgeführt, die auf eine hohe Nachfrage stieß und ihre solide Finanzlage unterstreicht. Die Ratingagentur Standard & Poor’s bestätigt die Kreditwürdigkeit der Kanarischen Gemeinschaft mit der Note „A+“ und einer stabilen Perspektive, was die Region zu einer der finanziell stabilsten innerhalb Spaniens macht. Die Kombination aus niedriger Verschuldung, starkem Haushaltsmanagement und außergewöhnlicher Liquiditätsposition erlaubt es den Kanarischen Inseln, ihre finanzielle Stabilität auch in Zeiten der Umstellung von EU-Fördermitteln auf reguläre Haushaltsführung zu gewährleisten. Die kurzfristige Kreditlinie wird voraussichtlich bis zu einem Jahr verfügbar sein und stellt für die Region ein wichtiges Instrument dar, um auch künftig flexibel auf finanzielle Anforderungen reagieren zu können.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
Zum Original