Kanarische Inseln fördern Jugendbeteiligung mit neuen Bildungsprogrammen in Ferien Schule (Schule)

Kanarische Inseln fördern Jugendbeteiligung mit neuen Bildungsprogrammen

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

6 Juni, 2026

Die Kanarischen Inseln setzen verstärkt auf die Förderung der politischen und gesellschaftlichen Beteiligung junger Menschen. Dabei stehen zwei zentrale Projekte im Mittelpunkt, die das Bewusstsein für demokratische Mitbestimmung schärfen und junge Menschen zu aktiven Gestaltern ihrer Umwelt machen sollen. Die Initiativen wurden von Carmen Delia Alberto Gómez, der Direktorin für Transparenz und Bürgerbeteiligung der Kanarischen Regierung, auf dem jährlichen Treffen der Red Interautonómica de Participación Ciudadana (RIPA) in Galicien vorgestellt. Diese Netzwerkplattform bringt Verantwortliche für Bürgerbeteiligung aus allen autonomen Gemeinschaften Spaniens zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Strategien zu entwickeln.

Im Fokus der Präsentation standen zwei Programme: die Bürgerbeteiligungs-Workshops in Schulen sowie die sogenannten Schulbeteiligungslabore. Die Workshops richten sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren und finden auf jeder der acht Inseln des Archipels statt. Mit einer partizipativen und kooperativen Methodik werden in acht einzelnen Sitzungen Themen rund um Bürgerbeteiligung behandelt. Die Jugendlichen lernen, Herausforderungen in ihrem Umfeld zu erkennen, Lösungsvorschläge zu erarbeiten und ihre Ideen aktiv vorzustellen. Ziel ist es, die jungen Teilnehmer zu befähigen, als aktive Akteure gesellschaftlicher Veränderung zu agieren.

Die Schulbeteiligungslabore befinden sich derzeit in der Ausschreibungsphase und richten sich vor allem an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe und der gymnasialen Oberstufe. Diese Labore sollen als experimentelle Lernräume fungieren, in denen die Jugendlichen ihre unmittelbare Umgebung analysieren, Bedürfnisse identifizieren und konkrete Initiativen zur Verbesserung ihrer Schul- und Sozialgemeinschaft entwickeln. Durch das gemeinsame Arbeiten fördern die Labore nicht nur kritisches Denken, sondern auch Teamarbeit und das Engagement für demokratische Prozesse.

Mit diesen Programmen verfolgt die Regierung der Kanarischen Inseln das Ziel, die demokratische Kultur bereits in jungen Jahren zu stärken. Die Förderung von kritischem Denken, die Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinschaft sowie die aktive Teilnahme an gesellschaftlichen Themen stehen dabei im Vordergrund. Für junge Menschen auf den Kanaren eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten, sich frühzeitig mit politischen und sozialen Fragestellungen auseinanderzusetzen und ihre Perspektiven in die öffentliche Diskussion einzubringen.

Die Teilnahme der Kanaren an der RIPA-Tagung 2026 ermöglicht es, die entwickelten Bildungsprojekte einem breiteren Publikum vorzustellen und von den Erfahrungen anderer Regionen zu lernen. Der Austausch von bewährten Verfahren stärkt die Zusammenarbeit zwischen den autonomen Gemeinschaften Spaniens und unterstützt die Weiterentwicklung innovativer Ansätze zur Förderung der Bürgerbeteiligung.

Für Bewohner, Urlauber und künftige Auswanderer auf den Kanarischen Inseln bedeutet dies, dass die Region nicht nur als touristisches Ziel, sondern auch als gesellschaftlich engagierte Gemeinschaft wahrgenommen wird, die junge Menschen aktiv in politische und soziale Prozesse einbindet. Langfristig könnten solche Programme dazu beitragen, das demokratische Bewusstsein und die soziale Verantwortung innerhalb der Bevölkerung zu stärken, was auch für die Integration und das Zusammenleben auf den Inseln von Bedeutung ist.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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