Die kanarische Regierung hat für das Jahr 2024 Fördermittel aus dem POSEICAN-Pesca-Programm in Höhe von insgesamt 7,1 Millionen Euro bewilligt, um die zusätzlichen Kosten der Fischerei- und Aquakulturbranche auf den Kanarischen Inseln auszugleichen. Diese Summe entspricht einer Erhöhung von rund 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und soll vor allem der handwerklichen Fischerei zugutekommen.
Die Kanarischen Inseln gelten als ultraperiphere Region der Europäischen Union, was bedeutet, dass ihre geografische Lage und Insellage zu höheren Betriebskosten und logistischen Herausforderungen führen. Das POSEICAN-Pesca-Programm ist Teil des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (FEMPA) und unterstützt die Branche mit finanziellen Mitteln, damit sie auf dem europäischen Markt wettbewerbsfähig bleibt.
Für die aktuelle Förderperiode wurden die Budgetansätze für verschiedene Teilbereiche deutlich erhöht. Besonders die handwerkliche Fischerei profitiert von einer Steigerung der Förderbeträge um mehr als 120 Prozent. Auch andere Submaßnahmen, die die Produktion und Vermarktung von Fischerei- und Aquakulturprodukten betreffen, verzeichnen Zuwächse zwischen etwa 6 und 96 Prozent. Insgesamt wurden 122 Anträge eingereicht, die sich auf über 20.000 Tonnen Fischerei- und Aquakulturprodukte beziehen.
Der Landwirtschaftsminister Narvay Quintero betont die Bedeutung der Förderungen als unverzichtbares Instrument zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit eines für die Kanarischen Inseln strategischen Wirtschaftszweigs. Die Zuschüsse gleichen die Mehrkosten aus, die durch die Insellage entstehen, und tragen dazu bei, die soziale und wirtschaftliche Stabilität in den Küstengemeinden zu erhalten. Quintero weist zudem darauf hin, dass die aktuelle Regierung seit ihrem Amtsantritt alle Förderrunden seit 2021 abgewickelt hat, nachdem zuvor mehrere Jahre ohne Auszahlung vergangen waren.
Die Fördermittel stärken sowohl die handwerkliche als auch die industrielle Fischerei und die Aquakultur. Durch die Ausweitung der Zuschüsse können die Betriebe ihre Produktion und Vermarktung effektiver gestalten, was auch für Einwohner und Urlauber von Bedeutung ist, da die Fischerei ein wichtiger Bestandteil der regionalen Kultur und Wirtschaft bleibt.
Interessierte Unternehmen und Fachkräfte können die Details zur Fördermaßnahme sowie die entsprechenden Antragsunterlagen und Bedingungen auf der offiziellen Website der kanarischen Regierung einsehen. Die Resolution zur Fördermittelvergabe ist dort öffentlich zugänglich und gibt konkrete Auskunft über die Höhe der Zuschüsse und die betroffenen Maßnahmen.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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