Die kanarische Regierung hat im Rahmen des Plan Estratégico de la Política Agrícola Común (PEPAC) Fördermittel in Höhe von insgesamt 5,05 Millionen Euro an 78 junge Landwirtinnen und Landwirte vergeben. Die Förderung wird durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (FEADER), die Autonome Gemeinschaft der Kanarischen Inseln sowie das spanische Landwirtschaftsministerium kofinanziert. Die Mittel werden in zwei Jahresraten zu je rund 2,53 Millionen Euro für die Jahre 2026 und 2027 bereitgestellt.
Die Subventionen richten sich gezielt an junge Menschen, die landwirtschaftliche Betriebe auf den Kanaren neu gründen oder übernehmen wollen. Voraussetzung für den Erhalt der Fördergelder ist, dass die geförderten Personen ihre landwirtschaftliche Tätigkeit spätestens bis zum 30. September 2026 aufnehmen. Zudem müssen sie die erforderlichen Nachweise über die Betriebsaufnahme, die Umsetzung der im jeweiligen Geschäftsplan vorgesehenen Maßnahmen sowie gegebenenfalls über ökologische Produktion, die Anstellung zusätzlicher Arbeitskräfte und getätigte Investitionen vorlegen.
Wer zum Zeitpunkt der Betriebsaufnahme noch nicht über die nötigen fachlichen Qualifikationen verfügt, muss diese spätestens bis zum 30. September 2027 erwerben. Dies umfasst mindestens 200 Unterrichtsstunden in Bereichen wie Unternehmensführung, Nutzung von Informationssystemen für landwirtschaftliche Betriebe, umweltverträgliche Produktionsmethoden, Klimawandel, Pflanzengesundheit, effiziente Wassernutzung, Arbeitsschutz oder tiergerechte Haltung, sofern der Betrieb einen tierischen Schwerpunkt hat.
Nach Angaben des kanarischen Landwirtschaftsministers Narvay Quintero ist diese Unterstützung ein wichtiger Schritt, um den Generationswechsel in der Landwirtschaft zu fördern und jungen Fachkräften den Einstieg in den Agrarsektor zu erleichtern. Neben der finanziellen Förderung erhalten die Begünstigten auch technische Beratung und Begleitung während der Gründungs- und Konsolidierungsphasen ihrer landwirtschaftlichen Unternehmungen.
Zwischen 2023 und 2026 hat die kanarische Regierung bereits Fördermittel in Höhe von 19,9 Millionen Euro für die Gründung landwirtschaftlicher Betriebe verwaltet, von denen 275 junge Menschen auf den Inseln profitierten. Die Behörden setzen darauf, dass keine junge Person mit einem tragfähigen Projekt wegen fehlender finanzieller Unterstützung auf eine Tätigkeit im Primärsektor verzichten muss. Dafür wurden die verfügbaren Kredite ausgeweitet und die Förderbedingungen in der aktuellen Legislatur verbessert.
Für die Betroffenen bedeutet diese Maßnahme nicht nur eine finanzielle Entlastung, sondern auch eine stärkere Einbindung in ein professionelles, wettbewerbsfähiges und zukunftsfähiges Agrarmodell, das den ökonomischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen auf den Kanaren besser begegnen kann. Die endgültige Fördervergabe ist in der elektronischen Amtsplattform der Regierung der Kanarischen Inseln veröffentlicht und kann dort eingesehen werden.
Die jungen Landwirtinnen und Landwirte haben somit nun klare Fristen für die Betriebsaufnahme und Qualifizierung, um die Fördermittel zu erhalten. Dies stellt für viele einen entscheidenden Schritt dar, um ihre landwirtschaftlichen Projekte erfolgreich zu starten und langfristig zu entwickeln.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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