Bei einer gemeinsamen Aktion der Polizei Nacional und der Guardia Civil wurde das mit panamaischer Flagge fahrende Schlepperboot GT Victoria am vergangenen Montag nahe der Kanaren festgesetzt. Die Aktion erfolgte nach einer Verfolgungsjagd auf hoher See, die in einer Kollision mit einem Einsatzboot der Sicherheitskräfte endete und von Warnschüssen begleitet wurde. Die acht Besatzungsmitglieder wurden daraufhin festgenommen und das Schiff in das Hafenbecken von Los Llanos im Hafen von Santa Cruz de Tenerife gebracht. Anschließend wurden die Crewmitglieder nach Gran Canaria gebracht, um sie den zuständigen Justizbehörden der Audiencia Nacional vorzuführen.
Die Ermittlungen basierten auf Informationen aus einer internationalen Operation, an der auch der Zoll sowie ausländische Behörden wie die US-amerikanische DEA beteiligt waren. Obwohl zunächst vermutet wurde, dass das Schiff mehr als drei Tonnen Kokain transportieren könnte, ergaben die Untersuchungen keine Drogenfunde an Bord. Aufgrund dessen ist die Freilassung der Beschuldigten innerhalb weniger Stunden erfolgt oder steht unmittelbar bevor.
Die Aktion ist Teil der fortdauernden Bemühungen der spanischen Sicherheitskräfte, die internationalen Drogenkartelle zu bekämpfen, die häufig Routen in der Nähe der Kanaren nutzen. Die geographische Lage der Inselgruppe im Nordatlantik macht sie zu einem wichtigen Knotenpunkt im Schmuggel zwischen Afrika, Europa und Südamerika. Trotz der nicht erfolgten Drogenbeschlagnahme ist der Vorfall kein Einzelfall, wie frühere Operationen zeigen: So wurden im Mai dieses Jahres bei einem anderen Einsatz insgesamt 41 Tonnen Kokain sichergestellt.
Die zuständigen Behörden werden die Öffentlichkeit weiterhin über neue Erkenntnisse informieren. Bis dahin gilt die Freilassung der Crew als gesichert, da keine belastbaren Beweise für eine Straftat vorliegen.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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