König Felipe VI verabschiedet Papst Leo XIV nach historischem Besuch auf Teneriffa – Divers / Vermischtes (Vatikan)

König Felipe VI verabschiedet Papst Leo XIV nach historischem Besuch auf Teneriffa

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

6 Juni, 2026

Der spanische König Felipe VI. wird am Freitag, dem 12. Juni, am Flughafen Teneriffa Nord den Papst Leo XIV. verabschieden. Ursprünglich war geplant, dass Königin Sofía diese Aufgabe übernimmt, doch die spanische Hofstelle gab nun bekannt, dass der König selbst zur Insel reisen wird, um den Pontifex nach dessen Besuch in Spanien zu begleiten.

Der Besuch des Papstes auf den Kanarischen Inseln ist Teil einer historischen Reise. Am 11. Juni wird der Papst auf Gran Canaria im Hafen von Arguineguín Migranten treffen, die aus Afrika gerettet wurden, sowie die Mitarbeiter und Freiwilligen, die sich um diese Menschen kümmern. Zu diesem Anlass wird auch der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez anwesend sein. Er begleitet den Papst bei diesem Treffen, das die humanitäre Tragödie der Migration über das Mittelmeer ins Licht rücken soll. Jährlich verlieren hier zahlreiche Menschen ihr Leben, wenn sie in unsicheren Booten versuchen, Europa zu erreichen.

Neben Sánchez werden weitere hochrangige Regierungsmitglieder erwartet, darunter der Minister für Präsidentschaft, Justiz und Parlamentsangelegenheiten, Félix Bolaños, der Minister für territoriale Politik, Ángel Víctor Torres, sowie die Ministerin für Inklusion, Soziale Sicherheit und Migration, Elma Saiz. Bei der Ankunft des Papstes am Flughafen Gando auf Gran Canaria werden auch Verteidigungsministerin Margarita Robles und der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, ihn empfangen.

Die Insel Teneriffa bereitet sich intensiv auf die Papstreise vor. Die Inselregierung hat dem Papst symbolische Geschenke überreicht, die die kanarische Kultur widerspiegeln. Darunter befindet sich ein traditioneller kanarischer Spitzen-Tischläufer und eine Esperancera-Decke, die von lokalen Kunsthandwerkern gefertigt wurden. Die Esperancera ist eine historische Tracht, die von Bauern und Hirten getragen wurde, um sich gegen die Kälte zu schützen. Die Inselpräsidentin Rosa Dávila erklärt, dass diese Decke die Herzlichkeit der Einwohner repräsentiert, die diese bedeutende Papstreise würdigen.

Bei der Hauptmesse im Hafen von Teneriffa am 12. Juni werden weitere kanarische Traditionen einfließen. So werden vier Personen in Trachten der vier Inseln der Diözese Tenerife eine Gabenprozession durchführen. Zudem werden Reliquien des Padre Anchieta und des Bruders Pedro auf dem Altar präsent sein. Der Bischof von Tenerife, Eloy Santiago, betonte, dass der Papst im Verlauf seines kurzen Aufenthalts die soziale, kulturelle und kulturelle Realität der Insel kennenlernen soll. Überraschungen während des Besuchs sind laut Bischof eher unwahrscheinlich, könnten aber in der Begegnung mit dem Bistum auftreten.

Ein heikles Thema ist der mögliche Kontakt des Papstes mit Opfern von sexuellem Missbrauch in der Kirche. Diese hatten mehrfach um ein Treffen während der Spanienreise gebeten. Der Bischof von Tenerife verwies darauf, dass solche Begegnungen vom Vatikan geregelt werden und meist erst nach ihrem Stattfinden öffentlich bekanntgegeben werden. Dabei handelt es sich um private Gespräche, die den Opfern die Möglichkeit geben sollen, ihre Erlebnisse in einem geschützten Rahmen auszudrücken.

Um den zahlreichen Besuchern der Messe in Santa Cruz de Tenerife den Zugang zu ermöglichen, wird eine große Leinwand mit Tonanlage in der Nähe der Hafenpromenade aufgestellt. Damit können Menschen, die nicht in das Hauptgelände gelangen, die Zeremonie live verfolgen. Die Stadtverwaltung plant zudem, 10.000 Kappen, 10.000 Armbänder und 10.000 Fächer an die Besucher zu verteilen. Zudem werden 50.000 Wasserflaschen bereitgestellt, um die Hydrierung der Teilnehmer zu gewährleisten. Dieses umfangreiche Organisationskonzept soll den Ablauf des Papstbesuchs reibungslos und sicher gestalten.

Der Besuch von Papst Leo XIV. auf den Kanarischen Inseln wird von der spanischen Regierung und den lokalen Behörden als ein bedeutendes Ereignis gewertet. Die Präsenz von König Felipe VI. und Ministerpräsident Pedro Sánchez unterstreicht die politische und gesellschaftliche Relevanz. Für die Einwohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet der Besuch nicht nur eine spirituelle Erfahrung, sondern auch eine Gelegenheit, die Herausforderungen der Migration und die kulturelle Vielfalt der Region ins Bewusstsein zu rücken.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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