Ein neuer Vorfall sorgt für Aufregung bei Radio Televisión Canaria (RTVC). Samuel López, Subdirektor der Nachrichtenabteilung, hat in einem Video während eines Magazins für Aufsehen gesorgt. In diesem Clip äußerte er sich zu den „besten Soldaten“, die er für verschiedene journalistische Aufgaben zur Verfügung hat. Diese Bemerkungen wurden vom internen Ausschuss der RTVC als „Herabwürdigung“ des restlichen Teams kritisiert. Der Ausschuss bezeichnete die Aussagen als unangebracht, da sie eine Belegschaft von 450 Personen betreffen.
Im Video nennt López konkrete Namen von Kollegen, die seiner Meinung nach für bestimmte journalistische Aufgaben am besten geeignet sind. Während er die genannten Personen nicht direkt angreift, wird ihm vorgeworfen, damit den anderen Mitarbeitern einen „schlechten Dienst“ zu erweisen. Der Ausschuss der Mitarbeiter sieht darin eine ungerechtfertigte Subjektivität, die in Zeiten von Konflikten unangebracht ist. Dies bezieht sich insbesondere auf die Auseinandersetzungen, die die RTVC mit der Regierung wegen der neuen Audiovisualgesetzgebung und der drohenden Privatisierung ihrer Informationsdienste führt.
Die Reaktion des Ausschusses fiel deutlich aus. Er bezeichnete die Veröffentlichung des Videos als „sehr ernst“ und stellte die Eignung von Samuel López in Frage, der für die Leitung eines so großen Teams verantwortlich ist. Der Ausschuss fordert nun Verantwortung für die Äußerungen und ein Ende der fortwährenden Respektlosigkeit gegenüber den meisten Mitarbeitern.
López, der seinen Sitz in der Redaktion von Santa Cruz de Tenerife hat, wird vorgeworfen, in seiner Auswahl der „besten“ Journalisten überwiegend auf jüngere Mitarbeiter zurückzugreifen und die erfahreneren Kollegen zu ignorieren. Dies könnte als Altersdiskriminierung ausgelegt werden. Laut einem Mitglied des Ausschusses ist dies eine klare Missachtung der langjährigen Mitarbeiter.
Zudem wird López intern kritisiert, weil er in der Vergangenheit für die Verbreitung mehrerer unbestätigter Nachrichten verantwortlich war, wie etwa die Falschmeldung über einen Psychiater, der seine Schutzausrüstung ablegte, als er ein Passagiertransportschiff verließ.
In seiner Verteidigung betont López, dass das Video im Rahmen von Humor und Unterhaltung zu sehen sei. Er äußerte Bedauern, falls sich jemand durch seine Äußerungen beleidigt fühlte, und betonte, dass er lediglich einen Einblick in die Redaktion geben wollte. López, der erst kürzlich in seine Position berufen wurde und selbst als Redakteur tätig ist, sieht die Kritik als ungerechtfertigt an und fordert mehr Solidarität innerhalb des Teams.
Dieser Vorfall ist nur ein weiterer in einer Reihe von Kontroversen, die die RTVC in letzter Zeit erlebt hat. Die Herausforderungen, vor denen die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt steht, werfen Fragen über die interne Kommunikation und den Umgang mit Personalfragen auf. Die Reaktionen der Mitarbeiter und die öffentliche Wahrnehmung werden entscheidend sein, um die zukünftige Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens zu gestalten.
Quelle: eldiario.es
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