In den frühen Morgenstunden des Mittwochs kam es in Santa Lucía de Tirajana auf der Insel Gran Canaria zu einem schweren Vorfall häuslicher Gewalt. Ein 40-jähriger spanischer Staatsbürger alarmierte die Guardia Civil selbst und gab an, seine 38-jährige Partnerin mit einem Messer verletzt zu haben. Die Beamten wurden sofort zu dem Wohnort im genannten Gemeindegebiet entsandt.
Vor Ort bestätigten die Einsatzkräfte die Angaben des Mannes. Die Frau wies mehrere Stichverletzungen auf. Rettungskräfte wurden hinzugezogen und brachten die Verletzte in ein Krankenhaus auf der Insel. Dort befindet sie sich derzeit im Operationssaal; ihr Zustand wird als kritisch mit reserviertem Prognosebericht eingestuft.
Die Guardia Civil nahm den 40-Jährigen unmittelbar vor Ort fest und leitete die erforderlichen Ermittlungen ein. Laut Angaben der Delegación del Gobierno en Canarias war die Frau im staatlichen Schutzprogramm VioGén registriert, allerdings mit einem anderen mutmaßlichen Täter. Die Risikoanalyse (VPER) hatte für sie bisher ein niedriges Gefahrenpotenzial ergeben.
Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung der sorgfältigen Risikoüberwachung und die Herausforderungen bei der Prävention von Gewalt in Partnerschaften. Die Behörden verfolgen die Ermittlungen, um die genauen Hintergründe zu klären. Für die Bewohner von Santa Lucía de Tirajana und die Insel Gran Canaria ist die Entwicklung von hoher Relevanz, da sie auf die Problematik häuslicher Gewalt aufmerksam macht und die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen verdeutlicht.
Die Polizei bittet die Bevölkerung, bei Hinweisen zu ähnlichen Vorfällen oder zur Unterstützung der Ermittlungen Kontakt aufzunehmen. Die medizinische Versorgung der Verletzten hat oberste Priorität. Die nächsten Schritte der Ermittler werden sich auf die Klärung der Tatumstände und die rechtliche Aufarbeitung konzentrieren.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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