Die Gemeinde La Oliva plant die Einführung einer Tourismussteuer von 0,52 Euro pro Übernachtung, um die kommunalen Einnahmen zu steigern. Diese Steuer soll nach den Berechnungen des Gemeinderats die zweitwichtigste Einnahmequelle nach der Grundsteuer (IBI) werden. Der Sprecher der Volkspartei (PP), José Vicente Calero, äußerte jedoch Bedenken, da das Budget bereits teilweise auf einem Einkommen basiert, das noch nicht realisiert wurde. Er bezeichnete dies als „Nachlässigkeit“ und warnte vor den finanziellen Risiken, falls die Steuer nicht rechtzeitig eingeführt wird.
Zusätzlich zur Steuer kritisieren Calero und die PP die mangelnde Planung des lokalen Regierungsprogramms. Sie fordern die umgehende Erstellung eines Generalplans zur Stadtentwicklung, um rechtliche Sicherheit zu gewährleisten und das Wachstum der Gemeinde zu steuern. Laut PP ist der Generalplan eine essentielle Voraussetzung, um das „urbanistische Chaos“ zu stoppen und sowohl den Anwohnern als auch Investoren Klarheit zu bieten.
Die Volkspartei hat auch die Schaffung zusätzlicher Feuerwehrstellen gefordert, was vom lokalen Regierungsrat zurückgewiesen wurde. Calero betonte, dass die Ablehnung des Budgets nicht gleichbedeutend mit einer Ablehnung der Feuerwehrstellen sei. Zudem kritisierte die PP die Erhöhung der Ausgaben für Feste um über eine halbe Million Euro, während grundlegende Dienstleistungen weiterhin unzureichend sind.
Die politische Debatte umfasst auch die Situation an den Stränden, wo die PP die kürzliche Streikaktion der Rettungsschwimmer unterstützte und die mangelnde Vorbereitung der Regierung auf die neuen Ausschreibungen bemängelte. Der PP zufolge ist die Sicherheit an den Stränden ein fundamentales Anliegen, das nicht vernachlässigt werden darf.
Quelle: La Voz de Fuerteventura
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