Der Cabildo von La Gomera hat offiziell seine Mitgliedschaft in der Initiative „GomeraArcoíris“ erklärt. Diese von der Asociación Pluma ins Leben gerufene Initiative zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen der Insel zu fördern, um die Gleichheit und den Schutz der LGBTIQA+ Gemeinschaft zu gewährleisten. Der Beschluss zur Teilnahme wurde einstimmig im Plenum des Cabildo unterstützt, was den breiten Konsens über die Bedeutung der Menschenrechte und der Gleichstellung unterstreicht.
Die „GomeraArcoíris“ Initiative wird als Plattform für institutionelle, soziale und gemeinschaftliche Zusammenarbeit fungieren. Sie soll die Koordination von Maßnahmen zwischen dem Cabildo, den Gemeinden und den verschiedenen Vereinen auf der Insel erleichtern. Zu den zentralen Verpflichtungen des Cabildo gehört die Integration der LGBTIQA+ Perspektive in alle öffentlichen Politiken, die Förderung von Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen sowie die Unterstützung von Opfern von Diskriminierung und Hassverbrechen. In einer Zeit, in der die Rechte von LGBTIQA+ Personen weltweit oft noch eingeschränkt sind, ist dieser Schritt auf La Gomera von großer Bedeutung. Die Initiative stellt nicht nur einen Fortschritt für die Insel dar, sondern sendet auch ein starkes Signal an andere Regionen, dass Gleichheit und Respekt für alle Menschen grundlegende Werte sind.
Zusätzlich wird die Initiative die Sichtbarkeit der LGBTIQA+ Gemeinschaft in sozialen, kulturellen und bildungsbezogenen Bereichen der Insel stärken. Geplant sind auch gemeinsame Aktionen wie Sensibilisierungskampagnen, Schulungen, kulturelle Veranstaltungen sowie die Feier wichtiger Daten, die mit Diversität verbunden sind. Diese Maßnahmen bieten nicht nur eine Plattform für die Stimmen der LGBTIQA+ Gemeinschaft, sondern fördern auch den Dialog zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen. Besonders für deutschsprachige Leser auf den Kanaren könnte dies eine Chance sein, sich aktiv an diesen Veranstaltungen zu beteiligen und die Vielfalt der Kulturen und Identitäten zu feiern.
Um die institutionelle Koordination zu verbessern, wird eine Begleitkommission eingerichtet. Diese Kommission wird sicherstellen, dass die verschiedenen Akteure auf der Insel effektiv zusammenarbeiten und die gesteckten Ziele erreicht werden. In einem Umfeld, das oft von Vorurteilen geprägt ist, ist es entscheidend, dass solche Initiativen nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern auch in der Praxis umgesetzt werden. Die Begleitkommission wird eine Schlüsselrolle dabei spielen, Feedback aus der Gemeinschaft einzuholen und sicherzustellen, dass die Bedürfnisse und Anliegen der LGBTIQA+ Personen gehört und ernst genommen werden.
Die „GomeraArcoíris“ Initiative orientiert sich an den europäischen, nationalen und regionalen Normen zur Gleichheit und Nichtdiskriminierung und unterstützt die Ziele der Agenda 2030, insbesondere in Bezug auf die Verringerung von Ungleichheiten und die Förderung inklusiver Gesellschaften. Für die deutschsprachige Gemeinschaft auf den Kanaren bedeutet dies nicht nur eine Einladung zur Teilnahme an einem wichtigen sozialen Prozess, sondern auch die Möglichkeit, aktiv zur Förderung von Toleranz und Verständnis beizutragen. In einer Zeit, in der Diversität gefeiert werden sollte, ist La Gomera ein Beispiel dafür, wie lokale Initiativen das Leben der Menschen auf positive Weise verändern können.