La Palma: Experten diskutieren Anpassung der Weinwirtschaft an Klimawandel in Inseln (Fallback La Palma)

La Palma: Experten diskutieren Anpassung der Weinwirtschaft an Klimawandel

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

18 Juni, 2026

Rund 40 Fachleute aus der Weinbranche und Wissenschaft trafen sich am 18. Juni in Fuencaliente auf La Palma, um über die Anpassung des kanarischen Weinbaus an den Klimawandel zu beraten. Die Veranstaltung, organisiert von der kanarischen Umwelt- und Energiewendeabteilung sowie der Technischen Vereinigung für Önologie (ATECEN), fand bei der Kellerei Llanovid SCL – Bodegas Teneguía statt und widmete sich den Herausforderungen durch neue klimatische Bedingungen, Schädlinge und Krankheiten.

Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf den Weinbau der Kanarischen Inseln aus. Steigende Temperaturen, veränderte Wasserverfügbarkeit und das Auftreten neuer Schädlinge und Krankheiten zwingen Winzer, ihre Anbaumethoden anzupassen. Mariano Hernández Zapata, Leiter der Umweltabteilung, betonte, dass die Anpassung an den Klimawandel entscheidend sei, um den Fortbestand strategischer Sektoren wie der kanarischen Weinwirtschaft zu sichern. Er hob hervor, dass der Austausch von wissenschaftlichem und technischem Wissen mit Praktikern vor Ort essenziell ist, um Risiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

Die Fachveranstaltung war Teil des Aktionsplans des Netzwerks der kanarischen Biosphärenreservate. Ziel ist es, die Widerstandskraft wirtschaftlicher Bereiche zu stärken, die eng mit der Landschaft und Identität der Inseln verbunden sind. Vertreter aus Wissenschaft, Verwaltung und Weinwirtschaft präsentierten innovative Ansätze zur Bewältigung der klimatischen Herausforderungen. Dabei ging es unter anderem um die Nutzung bioklimatischer Indizes zur Zonierung der Weinbaugebiete, um die Auswirkungen des Klimawandels auf Böden und Rebstöcke sowie um die Bekämpfung neuer Schädlinge wie der Grünen Reblaus.

Ein besonderer Fokus lag auf der Früherkennung und dem Monitoring von Holzkrankheiten, die durch veränderte klimatische Bedingungen begünstigt werden. Internationale Expertise ergänzte das Programm: Über eine Live-Schaltung aus Chile berichtete Felipe Gainza Cortés vom Forschungszentrum Viña Concha y Toro über moderne Diagnose- und Kontrollmethoden für Rebholzkrankheiten. Die Kombination von wissenschaftlicher Forschung und praktischer Erfahrung soll den kanarischen Winzern helfen, ihre Produktion auch unter schwierigen Bedingungen nachhaltig zu sichern.

Neben technischen Vorträgen bot die Veranstaltung auch eine sensorische Komponente. Fernando Valenti, Weinfachmann und Master-of-Wine-Kandidat, präsentierte eine Verkostung unter dem Motto „Innovation in der Krise“. Er zeigte auf, wie Winzer mit Präzision und Fachwissen auf sich wandelnde Umweltbedingungen reagieren können, um die Qualität ihrer Weine zu erhalten.

Die Veranstaltung in Fuencaliente unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Forschung und Weinwirtschaft auf den Kanaren. Nur durch gemeinsames Handeln lässt sich der Weinbau an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen und langfristig erhalten. Die kanarische Umweltabteilung setzt mit solchen Initiativen ihre Strategie fort, die Biosphärenreservate als Plattform für den Wissensaustausch und die Entwicklung nachhaltiger Maßnahmen zu etablieren.

Für Einwohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet dies, dass der Weinbau in Zukunft stärker auf ökologische und klimatische Veränderungen reagieren wird. Neue Anbautechniken und Pflanzenschutzstrategien sollen nicht nur die Produktion sichern, sondern auch die charakteristische Landschaft und Kultur der Inseln bewahren. Wer sich für den kanarischen Wein interessiert, kann künftig mit innovativen Produkten rechnen, die den Herausforderungen des Klimawandels trotzen.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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