Die Bewohner von Tazacorte, die durch das Projekt der Küstenstraße und den Vulkanausbruch stark betroffen sind, erhalten nun eine deutlich gerechtere Entschädigung vom kanarischen Regionalstaat. Die Regierung hat ein zweistufiges Entschädigungssystem eingeführt, das für die durch den Vulkanausbruch verlorenen Grundstücke 44 Euro pro Quadratmeter und zusätzlich 20 Euro pro Quadratmeter für die Enteignung im Zusammenhang mit dem Straßenbau vorsieht. Diese Regelung gleicht die finanzielle Behandlung der Betroffenen an und beseitigt vorher bestehende Ungleichheiten.
Zuvor hatten Anwohner befürchtet, dass es Unterschiede zwischen den Opfern des Vulkanausbruchs und denen, deren Land für den Straßenbau enteignet wurde, geben könnte. Die neue Regelung stellt sicher, dass alle Betroffenen gleich behandelt werden und ihre Verluste angemessen ausgeglichen werden. Die Plattform der Betroffenen bestätigte, dass bereits Zahlungen an alle Personen erfolgt sind, die von den Bauarbeiten der Küstenstraße betroffen sind.
Diese Entscheidung stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber den anfänglichen Angeboten dar, die teilweise nur etwa einen Euro pro Quadratmeter vorsahen. Die Plattform der Betroffenen hatte sich seit Beginn des Projekts aktiv für eine angemessene Entschädigung eingesetzt und konnte durch Verhandlungen mit den vorherigen und aktuellen kanarischen Landesregierungen eine gerechtere Lösung durchsetzen.
Neben der unmittelbaren Entschädigung der Küstenstraßen-Anrainer schafft die neue Regelung auch einen Rahmen für ähnliche Kompensationen bei anderen Infrastrukturprojekten im Valle de Aridane. Dies betrifft insbesondere Verbindungsstraßen und weitere Baumaßnahmen, die im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Vulkanausbruch notwendig sind.
Die Plattform betont, dass ohne ihr Engagement eine ungerechte Praxis vorgeherrscht hätte, die viele Betroffene unzureichend entschädigt und ohne Perspektive auf Ersatz für ihr verlorenes Land zurückgelassen hätte. Mit der neuen Regelung wird den Opfern des Vulkanausbruchs und der Enteignungen nun eine faire finanzielle Anerkennung ihrer Verluste ermöglicht.
Quelle: tenerifeweekly.com
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