Die kanarische Regionalregierung hat auf La Palma das Programm „Asóciat-e“ abgeschlossen, das die Digitalisierung und Vereinfachung der Verwaltungsprozesse für Vereine und soziale Gruppen vorantreibt. Die Initiative, die auf allen acht Inseln stattfand, zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen Sektor und dem umfangreichen Vereinsnetzwerk der Kanaren zu verbessern.
Im Fokus der Abschlussveranstaltung in Breña Alta stand die praktische Unterstützung der Vereine bei der Aktualisierung ihrer digitalen Plattformen. Die Teilnehmenden arbeiteten daran, die neuen Vorlagen für Satzungen zu übernehmen, die von der autonomen Verwaltung überarbeitet wurden. Diese Vorlagen sind nun klarer, verständlicher und erleichtern den Alltag der Vereinsarbeit erheblich.
Carmen Delia Alberto, Direktorin der Generaldirektion für Transparenz und Bürgerbeteiligung, betonte, dass das Programm „Asóciat-e“ mehr als 300 Vereine und Organisationen erreicht hat. Die Schulungen vermittelten nicht nur technische Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Werkzeugen, sondern auch fundierte Kenntnisse zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Verwaltungsabläufen. Ziel ist es, die Vereine in ihrer Rolle als wichtige gesellschaftliche Akteure zu stärken und ihre Kommunikation mit der Verwaltung zu vereinfachen.
Die Initiative legt besonderen Wert darauf, auch Vereine mit begrenzten technischen Ressourcen zu unterstützen. Die Digitalisierung soll nicht zu einer Barriere werden, sondern die Kontinuität der Vereinsarbeit sichern. Gerade in ländlichen oder weniger erschlossenen Gebieten der Kanaren ist der Zugang zu digitalen Verwaltungsdienstleistungen oft eine Herausforderung. Das Programm hilft, diese Hürden abzubauen und die Teilhabe zu fördern.
Darüber hinaus fördert „Asóciat-e“ den Einsatz eines klaren, verständlichen Verwaltungsdeutsch, um bürokratische Abläufe transparenter zu machen. Die neue Sprachregelung erleichtert es den Vereinen, offizielle Dokumente zu verstehen und selbst zu erstellen. Dies trägt zu einer aktiveren und partizipativeren Zivilgesellschaft bei, wie die Verantwortlichen hervorhoben.
Für Urlauber, Auswanderer und Einwohner auf La Palma und den anderen Kanarischen Inseln bedeutet das Programm eine verbesserte Infrastruktur für das gesellschaftliche Engagement. Wer sich in Vereinen engagiert oder neue Gruppen gründen möchte, findet nun bessere Unterstützung und weniger administrative Hürden. Gerade für deutschsprachige Residenten, die sich in lokalen Vereinigungen einbringen wollen, kann die Digitalisierung der Verwaltungsprozesse den Zugang erleichtern.
Mit der erfolgreichen Durchführung von „Asóciat-e“ setzt die Kanarenregierung ein deutliches Zeichen für die Förderung des sozialen Zusammenhalts und der Bürgerbeteiligung. Die Kombination aus technischer Weiterbildung, rechtlicher Orientierung und sprachlicher Vereinfachung schafft die Grundlage, um das Vereinsleben auf den Inseln nachhaltig zu stärken und zu modernisieren.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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