Las Palmas: Historische Geschäfte wie Café Madrid und Dulcería Parrilla schließen nach Gerichtsbeschluss auf Gran Canaria…

Las Palmas: Historische Geschäfte wie Café Madrid und Dulcería Parrilla schließen nach Gerichtsbeschluss

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

18 Juni, 2026

In Las Palmas de Gran Canaria hat die Stadtverwaltung mehrere traditionsreiche Geschäfte im Stadtteil Triana-Vegueta geschlossen. Die Dulcería Parrilla, die seit 120 Jahren besteht, musste ihre Türen aufgrund eines behördlichen Schließungsbefehls schließen. Damit reiht sich der Süßwarenladen in eine Reihe von historischen Betrieben ein, die in den letzten Monaten das Ende ihrer Geschäftstätigkeit erleben mussten. Zu den bekanntesten Fällen zählen auch die Bäckerei Miguel Díaz und das Café Madrid, die beide seit Jahrzehnten Teil des kommerziellen und kulturellen Gefüges der Stadt waren.

Die Bäckerei Miguel Díaz in der Straße José Viera y Clavijo, die seit 1920 existierte, wurde bereits im März dieses Jahres geschlossen. Der Grund war das Fehlen einer gültigen Betriebserlaubnis, obwohl die Bäckerei seit über hundert Jahren unverändert in Betrieb war. Trotz intensiver Bemühungen der Eigentümerin, einschließlich einer Unterschriftenaktion von Mitarbeitern und Stammkunden, blieb die Schließung unumgänglich. Die Polizei versiegelte das Geschäft nach einer Beschwerde der Eigentümergemeinschaft des Gebäudes Kühner, in dem sich die Bäckerei befindet. Die Anwohner hatten sich über Ruß und Asche aus dem traditionellen Ofen beschwert, die sie als Belästigung empfanden. Die Betreiberin betonte mehrfach, dass bereits technische Anpassungen vorgenommen wurden, um die Emissionen zu reduzieren.

Auch das Café Madrid, ein weiteres Wahrzeichen im Herzen von Triana-Vegueta auf der Plaza de Cairasco, musste im September 2025 seine Türen schließen. Die Stadtverwaltung bemängelte, dass die Nutzung des Lokals nicht mit den städtischen Bauvorschriften vereinbar war. Das Café war im Erdgeschoss eines Hotels untergebracht und durfte seine gastronomischen Leistungen nur für die Hotelgäste erbringen. Das Unternehmen versuchte, den Betrieb als eigenständiges Lokal für die Öffentlichkeit zu betreiben, was jedoch nicht genehmigt wurde. Zudem befindet sich das Café im besonderen Schutzgebiet des Plan Especial de Protección Vegueta-Triana, was strenge Auflagen für Umbauten und Renovierungen mit sich bringt. Die geplanten baulichen Veränderungen, wie die Entfernung einer Treppe oder die Umgestaltung des Innenraums, erforderten eine spezielle Genehmigung, die nicht vorlag.

Die Schließungen werfen die Frage auf, wie sich die städtische Sicherheits- und Bauordnung mit dem Erhalt des historischen und kulturellen Erbes vereinbaren lässt. Die betroffenen Geschäfte bildeten nicht nur wirtschaftliche Einrichtungen, sondern waren auch Teil des sozialen Lebens und der Identität von Las Palmas. Für Einwohner und Touristen bedeuten diese Entwicklungen eine Veränderung im Stadtbild und im Angebot traditioneller, lokaler Geschäfte.

Für Urlauber auf den Kanaren, die Wert auf authentische Erlebnisse legen, und für Auswanderer, die sich in die lokale Kultur integrieren möchten, markieren diese Schließungen einen Einschnitt. Die Stadtverwaltung steht vor der Herausforderung, den Schutz des historischen Erbes mit modernen Anforderungen an Sicherheit, Hygiene und Stadtplanung in Einklang zu bringen. Die anstehenden Diskussionen könnten künftig darüber entscheiden, wie viele dieser traditionsreichen Geschäfte weiterhin Teil des urbanen Lebens bleiben oder ob sich das Gesicht der Stadt in den kommenden Jahren grundlegend wandeln wird.

Insgesamt verdeutlichen die Fälle Dulcería Parrilla, Bäckerei Miguel Díaz und Café Madrid, dass die Einhaltung behördlicher Auflagen auch für langjährig etablierte Unternehmen verbindlich ist. Die Resonanz aus der Bevölkerung, die sich in Unterstützungsbekundungen und Protesten zeigte, unterstreicht die Bedeutung dieser Orte für das Gemeinschaftsgefühl in Las Palmas. Die Stadtverwaltung betont jedoch, dass der Schutz der öffentlichen Sicherheit und die Einhaltung von Vorschriften Vorrang haben. Diese Entwicklung ist Teil eines größeren Trends in vielen historischen Städten, in denen der Spagat zwischen Tradition und Modernisierung eine permanente Herausforderung darstellt.

Quelle: laprovincia.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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