Ein 41-jähriger Mann wurde am 8. Mai am Flughafen von Melilla festgenommen, als er versuchte, mit fast 700 Ballen Hachisch im Gepäck nach Gran Canaria zu reisen. Die Drogen, die insgesamt mehr als 7,5 Kilogramm wogen, waren am Körper des Mannes versteckt und sorgten bei den Sicherheitskräften für Verdacht. Die Polizei stellte fest, dass der Mann nicht nur eine merkwürdige Verhaltensweise an den Tag legte, sondern zudem eine laufende gerichtliche Anklage gegen ihn vorlag.
Die Festnahme ereignete sich während einer routinemäßigen Kontrolle der Passagiere, bei der das Verhalten des Mannes die Aufmerksamkeit der Beamten auf sich zog. Er wirkte nervös und gab unzusammenhängende Antworten auf einfache Fragen. Bei einer oberflächlichen Durchsuchung entdeckten die Polizisten, dass er etwas unter seiner Kleidung trug, was eine genauere Untersuchung nach sich zog.
Ein eingehenderer Körpercheck durch das Grupo Operativo de Fronteras (GOF) der Provinzpolizei ergab, dass der Verdächtige sechs Pakete, die mit Klebeband an seinem Bauch, Rücken und seinen Beinen fixiert waren, mit sich führte. Diese Pakete enthielten insgesamt 7.574 Gramm Hachisch, verpackt in 697 kleinen, transparenten Ballen. Die Polizei beschlagnahmte die Drogen und nahm den Mann wegen eines Verbrechens gegen die öffentliche Gesundheit sowie wegen der bestehenden gerichtlichen Anklage fest.
Nach der Festnahme wurde der Mann in Untersuchungshaft genommen. Dies geschah weniger als einen Monat, nachdem die Guardia Civil zwei weitere Personen verhaftete, die ebenfalls mit Drogen am Körper von Melilla nach Málaga reisen wollten. In diesem Jahr wurden am Flughafen Melilla bereits mindestens 11 Personen wegen mutmaßlicher Drogendelikte festgenommen.
Die Behörden zeigen sich besorgt über den Anstieg von Drogentransporten, insbesondere über die Methode, Drogen am Körper zu verstecken. Diese Vorgehensweise ist nicht neu, aber die Häufigkeit solcher Fälle hat in den letzten Monaten zugenommen. Die Kanarischen Inseln sind aufgrund ihrer geografischen Lage ein wichtiges Ziel für den Drogenhandel, was die Sicherheitskräfte vor große Herausforderungen stellt. Urlauber und Einheimische sollten sich der Risiken bewusst sein, die mit dem Drogenhandel verbunden sind, und die Polizei bei verdächtigen Aktivitäten unterstützen.
Quelle: eldiario.es
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